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Inflation

Ruppert meint…Nr.7: Inflation

Datum: 01.06.2011
Rubrik: Kolumne

Ruppert meint...Nr 7: Inflation


Können Sie, verehrter Leser, sich zwei Billionen vorstellen? So hoch beläuft sich nach einer Pressemeldung von April 2011 der deutsche Schuldenberg, und er wächst kräftig weiter. Eine Billion ist eine Zahl mit zwölf Nullen: 2.000.000.000.000. Die ersten drei Nullen sind die Tausender. Kein Problem. So viel verdient bzw. bekommt monatlich mit Nebenleistungen auch ein Hartzvierer oder ein Minijobber. Eisenhüttenstadt hat (noch) knapp 30.000 Einwohner. Die nächsten drei Nullen ergeben eine Million. Auch noch nachvollziehbar. Deutschland hat (noch) rund 80 Millionen Einwohner. Ein luxuriöses Heim oder eine Villa in der Schweiz oder an der Côte d´Azur kann eine halbe oder eine ganze oder auch zwei Millionen und mehr kosten. In Millionen werden Bankbosse bezahlt oder abgefunden. Eisenhüttenstadt hat 53 Millionen Schulden. Noch drei Nullen, und wir haben eine Milliarde. Von jetzt an beginnt es schwer oder gar nicht durchschaubar zu werden. Hier beginnt nämlich die Politik. Der jährliche Bundeshaushalt, also das Gegenüber von Einnahmen und Ausgaben von ganz Deutschland, bewegt sich in der Größenordnung von über 300 Milliarden Euro. Drei Milliarden Euro (laut Regierung allerdings „nur" eine Milliarde) Euro jährlich kostet uns Steuerzahler der Krieg in Afghanistan. Unsere Erde wird gegenwärtig von sieben Milliarden Menschen ruiniert.

Aber Billionen? Das sind tausend Milliarden. Mit den zwei Billionen Schulden könnten wir fast 700 Jahre lang Krieg in Afghanistan führen. Zehn Jahre haben wir gerade geschafft. Dazu eine kleine historische Anekdote: Der französische König Ludwig XII fragte einmal seinen Marschall Trivulzio, was er für eines seiner kriegerischen Abenteuer benötige. Darauf Trivulzio: „Drei Dinge, Majestät, muss man bereitstellen: Geld, Geld und außerdem Geld".

Begreifbar wird die Summe von zwei Billionen Schulden allerdings, wenn man sie auf eine fassbare Größe zurückführt, nämlich auf den Betrag, der auf jeden der 80 Millionen Bürger entfällt, die zusammen den Staat bilden und folglich für seine Schulden haften. Pro Bürger, vom Säugling bis zum Greis, sind das 25.000 Euro. Jeder Neugeborene kommt mit dieser Erblast zur Welt. Dabei muss man weiter bedenken, dass nur ein Bruchteil der Bevölkerung gewinnbringend tätig ist.

Sie kennen doch sicher den Schlager des Urkölners Jupp Schmitz:

„Wer soll das bezahlen,
wer hat das bestellt?
Wer hat so viel Pinke-Pinke,
wer hat so viel Geld?"

Nehmen wir uns nun einen Punkt nach der anderen vor.

1. Wer soll das bezahlen? Klare Antwort: Der deutsche Steuerzahler.

2. Wer hat das bestellt? Antwort: Indirekt wir selbst durch unsere mit Mehrheit gewählten begnadeten Politiker. Dazu ein kluges Zitat des Staatsmannes Joseph Marie de Maistre (1753-1821): „Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient".

3. Wer hat so viel Geld? Antwort: Niemand.

Beantwortet ist damit zwar die Frage, wer die Zeche zu bezahlen hat, nicht aber auch, wie das geschehen soll. Aufschluss über das Schicksal verschuldeter Staaten gibt ein vergleichender Rückblick in die Geschichte. Was geschah in der Vergangenheit jedes Mal dann, wenn der Staat, gleich welcher Regierungsform, pleite war? Zunächst einmal versuchte er, aus den Untertanen das Letzte herauszupressen durch Steuern und sonstige Abgaben. Das funktioniert aber nur begrenzt und nur so lange, wie der Bürger noch etwas besitzt, was man ihm wegnehmen kann. Bei der wachsenden Zahl der Hartzvierer zum Beispiel versagt die Methode. Außerdem birgt sie das Risiko von Revolten oder gar Revolution.

Bestes Beispiel hierfür ist die Große Französische Revolution von 1789. Die Kriegführung der beiden letzten Könige, deren Schlösserbauten (Versailles!) und die Prasserei des Adels hatten seit Jahrzehnten den Staat ruiniert. Hohe Steuern, eine hohe Inflation (= Teuerung, darüber später) und schlechte Ernten ließen schließlich das Fass überlaufen.

Die Staaten, damals regiert von souveränen Monarchen, suchten natürlich nach besseren Lösungen. Bis zum allgemeinen Gebrauch des Papiergeldes dokterten klamme Fürsten zur Geldbeschaffung gern an dem Edelmetallgehalt der von ihnen geprägten Münzen herum. Um seine Militärausgaben im Siebenjährigen Krieg zu bezahlen, ließ sogar der Große Friedrich mit der gleichen Menge an Silber mehr Taler prägen. Diese einfache Möglichkeit der Geldvermehrung ist heute nicht mehr möglich, bestehen doch praktisch alle Umlaufmünzen aus unedlen Metallen. Stattdessen haben sich die modernen Regierungen heute, wie wir noch sehen werden, auf andere Machenschaften verlegt, auf eine so genannte „quantitative Lockerung", was im Prinzip auf dasselbe hinausläuft wie die Münzverschlechterung. Ihr großer Vorteil: Der Betrug fällt nicht so schnell auf.

Die radikale Ablösung der Münzen durch Papiergeld erfolgte erstmals, wenn auch nur vorübergehend, während der Französischen Revolution. Als die Republik das Königreich ablöste, war die Staatskasse leer. Um die enorme Schuldenlast abzubezahlen und den anstehenden Haushalt zu bestreiten, zog man alle Kirchengüter zugunsten des Staates ein. Die ließen sich aber nicht von einem Tag auf den andern versilbern. So bezahlte man den Kreditgebern die Schuld in Form von Anleihescheinen, genannt „Assignaten". Diese konnten gegen die zur Verfügung stehenden Kirchengüter eingetauscht werden. Sie wurden aber als Wertpapiere in Umlauf gebracht und entwickelten sich dadurch zum allgemeinen Zahlungsmittel. Mit der Zeit wurden vom Staat immer mehr Assignaten gedruckt und unters Volk gebracht, bis sie kaum noch einen Wert besaßen. Man kehrte zwangsläufig wieder zum Münzgeld zurück.

Die wirtschaftliche Entwicklung im 19. Jahrhundert brachte den endgültigen Durchbruch zum Papiergeld. Es ist praktischer zu handhaben und sicherer vor Fälschungen. Anfangs stand es gleichwertig neben den Münzen aus Edelmetall, dann für sich allein. Wer dem Papier misstraute, wurde per Gesetz zur Annahme als Zahlungsmittel gezwungen. Gedeckt wurde die Papierwährung durch Gold- und Silberreserven. Der Umtausch in Edelmetall war jederzeit möglich. Die Amerikaner vermerkten es ausdrücklich auf ihren Dollarnoten, bis sie 1971 die Golddeckung aufhoben, weil die ausländischen Dollarvorräte größer geworden waren als die Goldreserven der USA. Dadurch verlor der Dollar in den folgenden Jahren ein Fünftel seines Werts. Seit der Aufhebung der Golddeckung ist auch der Dollar, wie alle anderen Währungen, eine ungedeckte Währung, die kraft Gesetzeszwanges und auf Vertrauensbasis im Markt gehandelt wird. Vertrauen worauf? Natürlich auf den Staat, im Falle des Euro auf die EU, Vertrauen darauf, dass nicht per Druckmaschine der Geldumlauf erhöht wird.

Auch nach Abschaffung der Goldwährung hat das Edelmetall auf dem Geldmarkt seine Bedeutung keineswegs eingebüßt. Im Gegenteil. Es ist zu einem Indikator, einer Art Messgröße, geworden. Die Goldreserven sind weltweit begrenzt. Die Kaufkraft einer jeden Währung wird am Goldpreis gemessen. Das heißt: Ein steigender Goldpreis begründet berechtigtes Misstrauen in den Fortbestand des Geldwertes. Und damit sind wir beim eigentlichen Thema der Kolumne, der Inflation.

Einem jeden von uns, der eine Geldentwertung durch Inflation miterlebt hat, läuft es allein bei dem Wort eiskalt den Rücken herunter. Nur mit Grauen erzählten meine Eltern von der „gallopierenden" Inflation des Jahres 1923, wo das Geld schon am Abend desselben Tages seinen Wert verloren hatte, wo auch der kleine Mann nur noch in Milliarden und Billionen (!) rechnete, wo zum Beispiel eine normale Briefmarke 20 Milliarden kostete.

Die Älteren von uns haben auf beiden Seiten der Zonengrenze die Inflation der Reichsmark nach 1945 erlebt. Für mich enthielt die Umstellung von Reichsmark auf D-Mark ein unvergessliches Schlüsselerlebnis. Jeder Bürger in den Westzonen bekam am 20. Juli 1948 ein „Kopfgeld" von 40 DM. Dem, der Ersparnisse hatte, wurde das Kopfgeld bei der Umstellung seines Sparkontos von RM auf DM im Verhältnis 1:10 angerechnet. Als Junge hatte ich im Verlaufe von mehreren Jahren durch Geldgeschenke, Kegelaufstellen (Stunde 50 Pfennig), kleine Gefälligkeiten usw. ziemlich genau 400.- Reichsmark erspart, die jetzt futsch waren.

Das Wort „Inflation" leitet sich ab vom lateinischen „inflare", das heißt „aufblähen" oder auch „anschwellen". Was hier anschwillt, ist der Geldbetrag, den man für ein bestimmtes Wirtschaftsgut bezahlen muss. Bei einer Inflation verändert sich das Austauschverhältnis von Geldmenge zu Gütermenge. Ganz einfach ausgedrückt: Alles wird teurer. Oder umgekehrt: Das Geld verliert an Wert. Über die verschiedenen Erscheinungsformen und Ursachen einer Inflation kann man viel Kluges und Spekulatives nachlesen. Was uns hier interessiert, sind die Folgen einer Inflation, nämlich die Verschiebung der Werte von Geld und Ware. Für uns alle sichtbare Ursachen einer Teuerung sind Steuerhöhungen, vor allem der Mehrwertsteuer, Steigerung der Lohn- und Lohnnebenkosten, der Energiepreise und Zinserhöhungen.

Man misst die Inflation in Prozenten der Teuerung im Verhältnis zum Vorjahr. In den Jahren des Wirtschaftswunders lag die Inflationsrate gelegentlich bei fünf Prozent und mehr, verursachte aber keine Panik, weil bei Vollbeschäftigung die Löhne und Gehälter noch stärker anstiegen und das ersparte Kapital Zinsen abwarf, die ebenfalls höher lagen als der Wertverlust des Geldes. Die Steuerlast war erträglich.

Heute sieht das anders aus. Zwar tendiert die Inflationsrate in die Richtung von „nur" drei Prozent, sie wird aber nicht durch entsprechende Sparzinsen oder Einkommenssteigerungen ausgeglichen. Ganz im Gegenteil. Die Belastungen, vor allem durch den Staat, steigen unaufhaltsam, verursachen Unsicherheit und Angst und verstärken bei den Dienstleistungen das Abdriften in einen bereits bestehenden „grauen" oder „schwarzen" Markt. Am ehesten merkt man das an der boomenden Schwarzarbeit.

Der in den letzten zehn Jahren eingetretene Wertverlust des Geldes lässt sich an einem konkreten Beispiel nachvollziehen. Um die Jahrtausendwende kaufte ich zum Zwecke der Dokumentation für einen Fernsehbeitrag im OSF („Golddollar") eine Fünfzig-Dollar-Münze („Eagle) im Gewicht von einer Unze = 31 Gramm zum Preis von 800.- DM = 400.- Euro. Diese Münze wird heute mit 1.500 Euro notiert. Wer also damals Geld auf einem Sparbuch angelegt hat, muss heute einen glatten Verlust verbuchen.

So also sieht die Geldentwertung in Form von steigenden Preisen aus. Auf die Dauer führt sie bei denen, deren Einkommen nicht im gleichen Verhältnis steigt, zur Verarmung. Doch wie ist es mit den zwei Billionen aufgelaufener Schulden, 25.000 pro Bürger? In den anderen Ländern der Euro-Zone sieht es nicht besser aus, ganz zu schweigen von den aktuellen und noch zu erwartenden Pleitestaaten.

Wir Deutschen spielen dabei wieder einmal die Rolle des Zahlmeisters. Unsere Regierung hat in ihrem Europawahn enorme Bürgschaften übernommen für das wirtschaftliche Überleben von Pleitestaaten innerhalb der Euro-Zone, statt sie zu ihrer früheren Währung zurückkehren zu lassen mit der Möglichkeit der Abwertung. Weltrekordhalter dürften allerdings die USA sein mit 14 Billionen Dollar (= 9.66 Bio. Euro) Staatsschulden. Das entspricht bei 311 Millionen Amis einer Prokopfschuld von umgerechnet 31.000 Euro.

In Kreisen der Wirtschaft herrscht Einigkeit darüber, dass sich die westliche Welt ihrer astronomischen Verschuldung nur durch eine massive Geldentwertung entledigen kann . Das ist die klassische Methode der Geldverschlechterung à la Friedrich II., heutzutage in der modernen Version der „quantitaviven Lockerung" des Geldumlaufs. Man lässt die Druckmaschinen schneller laufen. Die Amerikaner haben damit schon längst begonnen. Der Wert des Dollars liegt derzeit bei 0,69 Eurocent und fällt und fällt. Man rechnet in absehbarer Zeit mit einem Wechselkurs von einem Euro gegen zwei Dollar. Wer also Verträge auf Dollarbasis geschlossen hat, ist angeschmiert. Es ist dies die Form der Inflation, wie man sie regelmäßig nach verlorenen Kriegen erlebt. Sie lässt sich nicht mehr rückgängig machen wie die zuvor beschriebene Art der Inflation infolge Verteuerung des Warenangebots. Ein simples Beispiel; Ist in einem Jahr die Ernte schlecht, so steigen die Lebensmittelpreise. Bringt das folgende Jahr eine Rekordernte, so sinken sie wieder. Im Falle der „quantitativen Lockerung" des Geldumlaufs dagegen entschuldet der bankrotte Staat sich selbst, indem er seine Verbindlichkeiten mit wertlosen Scheinen bezahlt.. Eine derartige Inflation durch Geldvermehrung, wie sie bei uns nach den beiden Weltkriegen stattfand, endet im Allgemeinen mit einer Währungsreform. Betrogen sind dann die kleinen Sparer, deren bescheidene Guthaben der Abwertung zum Opfer fallen.

Die weit verbreitete Angst vor der staatlich herbeigeführten Geldentwertung bietet einen fruchtbaren Boden für Anlageberater, die wie die Pilze aus dem Boden schießen und deren Angeboten man in allen Medien begegnet. Ihre Ratschläge fußen auf der historischen Erfahrung, dass von solchen Krisen am wenigsten betroffen waren die Eigentümer von Sachwerten wie Fabriken, Immobilien, wertvollen Antiquitäten und Kunstwerken, aber auch von Edelmetallen wie Gold und Silber sowie von Edelsteinen. Wer die Wahl hat, hat auch die Qual. Was ist wohl die sicherste Methode für Bürger, die ihr Geld rechtzeitig in Sicherheit bringen wollen?

Klassische Kapitalanlage für Betuchte war und ist die Aktie. Auf dem historischen Stück wird ihr Wesen kurz und treffend erklärt: „Inhaber dieser Aktie ist nach Verhältnis des Betrages derselben in Gemäßheit des Statuts am gesamten Eigentum der ... und an dem Gewinne und Verluste derselben beteiligt". Mit anderen Worten, der Aktionär ist anteiliger Mitinhaber eines Unternehmens. Er ist Kapitalist im echten Sinne des Wortes. Aktien enthalten folglich, je nach Erfolg des Unternehmens und der Wirtschaftslage, unvorhersehbare Chancen, aber auch ebensolche Risiken.

Möglich ist die Flucht in eine weniger gefährdete Währung, vornehmlich den Schweizer Franken. Er ist vor allem attraktiv für Besitzer von „Schwarzgeld", wenn man nicht nur dem Wertverlust, sondern auch dem Zugriff des Finanzamts entgehen will.

Wertgegenstände aller Art, zum Beispiel der Sparstrumpf mit Goldmünzen, sind zwar sicher vor der Inflation, doch werden diese „Preziosen" zurzeit wegen der umgehenden Angst überbewertet. Außerdem „arbeiten" sie nicht, das heißt, sie bringen keinen Gewinn.

 

 

Zukunftsträchtig ist gegenwärtig wohl auch eine Investition in wieder erneuerbare Energiequellen. Darunter fällt neben der Solar- und Windtechnik seit einigen Jahren auch die Land- und Forstwirtschaft. Der Anbau von Mais und Raps zur Verwertung als Energieträger wird finanziell gefördert und ruiniert den Boden in unverantwortlicher Weise. Holz kann zu „Pellets" verarbeitet werden. Die kürzliche Atomkatastrophe in Japan hat dieser schon rückläufig gewordenen Entwicklung erneuten Auftrieb verschafft.

Als Anlageberater würde ich dem Klein- und Mittelsparer zum Erwerb eines Wohngrundstücks oder einer Eigentumswohnung raten. Sei es, dass er dadurch auf Dauer eigene Miete spart, sei es, dass er Einnahmen durch Vermietung erzielt.

Wer Kinder hat, kann sein Kapital niemals besser anlegen als in deren Ausbildung. Das gilt heute im Pisa-Zeitalter mehr denn je.

Noch ist es nicht so weit, dass der Staat handlungsunfähig wird. Noch ist Geld vorhanden für Afghanistan, für Europa, die NATO, für Politiker, einige weitere Löcher ohne Boden und sogar zur Anhebung der Hartz IV-Leistungen um fünf Euro.. Noch kann der Fiskus die Besitzenden schröpfen, sei es durch direkte oder durch indirekte Steuererhöhungen, Gehaltseinbußen, Besteuerung der Rentner, Absenken der Sozialleistungen, Einführung der Maut, Personaleinsparung usw. usw. Doch der Schuldenberg nimmt trotz allem nicht nur nicht ab, er wird immer höher.

An dieser Lage ändern auch nichts die seit einiger Zeit zu vernehmenden Jubelmeldungen über eine nach der Wirtschaftskrise wieder brummende Konjunktur. Im zweiten Absatz heißt es dann ernüchternd, nun brauche der Staat weniger neue Schulden zu machen. Die vorübergehenden Mehreinnahmen bewirken also nur, die Stunde der Wahrheit weiter hinauszuschieben.

Wie lange noch? Das habe ich mich damals auch in den letzten Jahren der DDR gefragt, wo die Brötchen bis zuletzt unverändert fünf Pfennig kosteten. Sicher ist: Die Zeitbombe tickt. Und alle vier Jahre schiebt eine Regierung die Verantwortung auf die andere, verspricht den Wählern Steuerentlastung und Schuldenabbau. Ein jeder von uns spürt an seiner Geldbörse, dass der Euro von Tag zu Tag schneller rotiert. Der an der Tankstelle lange Zeit gängige Fuffziger ist vom Hunderter abgelöst worden.

 

 

Zum Schluss erinnern wir uns. Was sagte doch Joseph Marie de Maistre (1753-1821) über das Verhältnis des Volkes zu seinen Politikern?


 

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