Nachrichten

Erfolgreiche deutsch-rumänische Strafverfolgung in Corona Zeiten

Datum: 21.01.2021
Rubrik: Nachrichten

Bereits am 28.11.2019 erfolgte in Andernach (Rheinland-Pfalz) der Zugriff auf eine international agierende Tätergruppierung, bei dem Versuch, insgesamt 1,1 Tonnen Heroin in die Bundesrepublik Deutschland einzuführen.

Am Entladeort wurden zwei 48 und 58 Jahre alte männliche Personen festgenommen. Diese beiden Täter müssen sich aktuell vor dem Landgericht Koblenz verantworten. Unter Leitung der Staatsanwaltschaft Koblenz übernahm das Zollfahndungsamt Berlin-Brandenburg die umfangreichen internationalen Ermittlungen. Anfang des Jahres 2021 wurden durch das Amtsgericht Koblenz Haftbefehle gegen zwei weitere Tatverdächtige erlassen. Auf deutscher Seite erfolgte am 20.01.2021 die Festnahme in Münster durch Kräfte der Zollfahndungsämter Berlin-Brandenburg und Essen. Nach der Festnahme in Münster wurde die Meldeanschrift des 38-jährigen Tatverdächtigen durchsucht. Es konnten umfangreiche Beweismittel sichergestellt werden. Dank der engen, intensiven Zusammenarbeit mit den rumänischen Kollegen, gelang es diesen, den zweiten Haftbefehl in Hunedoara (Rumänien) zu vollstrecken.

"Der Erfolg dieses Ermittlungsverfahrens zeigt erneut, dass die internationale Zusammenarbeit in der Bekämpfung der Rauschgiftkriminalität auch unter den besonderen Bedingungen der Pandemie funktioniert", so Oliver Pampel-Jabrane, Leiter des Zollfahndungsamtes Berlin-Brandenburg. Aktuell werden beide Täter in Deutschland bzw. Rumänien dem Haftrichter zur Verkündung des Haftbefehls vorgeführt. Die Ermittlungen dauern an.

Rechtliche Hinweise: Gemäß § 152 Abs. 2 der Strafprozessordnung ist die Staatsanwaltschaft verpflichtet zu ermitteln, wenn ihr zureichende tatsächliche Hinweise auf verfolgbare Straftaten bekannt werden. Die Aufnahme von Ermittlungen durch die Staatsanwaltschaft bedeutet mithin weder, dass Beschuldigte eines Ermittlungsverfahrens sich tatsächlich strafbar gemacht haben noch dass für ihre spätere Verurteilung eine überwiegende Wahrscheinlichkeit besteht. Für den/die Beschuldigte(n) gilt nach wie vor die Unschuldsvermutung. Ein Haftbefehl wird erlassen, wenn gegen einen Beschuldigten ein dringender Tatverdacht und ein Haftgrund bestehen. Der Haftbefehl dient allein der ordnungsgemäßen Durchführung des staatsanwaltschaftlichen und, sofern es zur Anklageerhebung kommt, des gerichtlichen Verfahrens. Der Erlass oder Vollzug eines Haftbefehls bedeutet mithin nicht, dass gegen den Verhafteten bereits ein Tatnachweis geführt ist. Auch für den inhaftierten Beschuldigten gilt daher weiterhin in vollem Umfang die Unschuldsvermutung.

Foto: von B_A auf pixabay

Weitere Meldungen aus dieser Rubrik

Wieder mal ein bisschen Statistik

Immer mehr Brandenburgerinnen in Teilzeit, Anteil 2019 höher als in Berlin Im Jahr 2019 waren... [zum Beitrag]

Polizeinachrichten vom 03. März 2021

Eisenhüttenstadt – Handtaschendieb unterwegs Eine Frau saugte am 2. März, gegen 12.30 Uhr, ihren PKW Am... [zum Beitrag]

Landkreis unterstützt...

Die LandVision Alt Madlitz GmbH wird für den Landkreis Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen nach dem... [zum Beitrag]

Dekarbonisierung der...

Vom Konzept zur industriellen Umsetzung ArcelorMittal nimmt die nächsten Schritte für die... [zum Beitrag]

Polizeinachrichten vom 05. März 2021

Eisenhüttenstadt – Stromzählerkasten verschwunden In der Nacht zum 04.03.2021 verschwand von einer... [zum Beitrag]

Eisenhüttenstadt - Projekt mit...

Bürgermeister Frank Balzer begrüßte am Donnerstagmittag Studentinnen und Studenten der Berlin School... [zum Beitrag]

Vorsicht vor Abzocke mit Kryptowährung

Verbraucherzentrale: Aktuell viele Beschwerden zu Fake-Online-Trading-Plattformen Derzeit häufen sich... [zum Beitrag]

Frankfurterinnen und Frankfurter...

Sechs Projekte werden mit dem Bürgerbudget 2021 unterstützt Mit dem Bürgerbudget können die... [zum Beitrag]

Stadt neu denken – Zukunft leben

IHK Ostbrandenburg zeichnet die Interessengemeinschaft Seelow und die Gewerbegemeinschaft der Stadt... [zum Beitrag]