Nachrichten

Keiner redet übers Wetter ...

Datum: 19.11.2020
Rubrik: Nachrichten

Das Wetter bietet dafür derzeit auch wenig Anlass. Herbstlich ruhig. Bei uns hier in Mitteleuropa. Anderenorts häufen sich Tropenstürme, die Berichte über die Polarsternexpedition des letzten Winters schaffen es in das Abendprogramm.

Ansonsten, Corona!    

Und das Wettermuseum musste schließen.

Wir möchten diese Pause nutzen, um Sie über aktuelle Entwicklungen zu informieren: 

- Wettermuseum Lindenberg wird neuer Partner der Ehrenamtskarte

- Außenbereich entwickelt sich zum Museumspark

- Digitalisierung, Audioguides und neue Infosysteme

Ab sofort gibt es für Ehrenamtliche ein weiteres Angebot in der Region. Das Wettermuseum in Lindenberg wird neuer Partner der Ehrenamtskarte und gewährt Ehrenamtskarten-Inhaberinnen und -inhabern zwei Euro Ermäßigung auf den Eintrittspreis. Erwachsene mit Karte zahlen damit vier Euro für einen Besuch.
 
Der Verein Wettermuseum e.V. wurde 2006 gegründet. Das Besucherzentrum des Museums beherbergt eine etwa 160 m² große, interaktive Dauerausstellung. Besucher können auch selbst aktiv werden: Wind und Regen machen, Hörspiele anhören oder Wolken bestimmen. Die Instrumente zum Messen von Strahlung, Temperatur, Luftdruck, Windstärke und -richtung, Bewölkung und Niederschlag werden nahegebracht. Von der Messung zur Vorhersage, vom Wetter zum Klima erfolgen die Erklärungen.
 
„Ohne bürgerschaftliches Engagement würde es unser Wettermuseum gar nicht geben. Sehr gerne unterstützen wir daher das Anliegen der Ehrenamtskarte und beteiligen uns mit unserem Angebot. Es liegt uns sehr am Herzen, den vielen Ehrenamtlichen damit ein Stück Anerkennung und Wertschätzung zurückzugeben.“, so die langjährige Schatzmeisterin des Vereins Gabriele Weitzel.   
 
Die Ehrenamtskarte der Länder Brandenburg und Berlin, die drei Jahre gültig ist und landesweit zahlreiche Vergünstigungen für Engagierte gewährt, kann unter anderem beim Engagement-Stützpunkt Oder-Spree beantragt werden. Das entsprechende Formular steht online auf www.l-os.de/engagement-stuetzpunkt zum Download bereit, kann auch per E-Mail oder Telefon angefordert werden.
 
„Das Wettermuseum Lindenberg ist in dieser Form einzigartig in Deutschland und ein toller Botschafter für unseren Landkreis und das Ehrenamt. Ich freue mich sehr, das Angebot für Engagierte in unserer Region weiter auszuweiten.“, bekräftigt Gundula Teltewskaja, Dezernentin für Ländliche Entwicklung.
 
Seit Sommer nutzt der Verein Wettermuseum e.V. ein NEUSTART-Programm des Bundes, um den Außenbereich attraktiver zu machen. Verschiedene größere meteorologische Messgeräte wurden dort platziert, um Besucherinnen und Besuchern mehr Raum und neue attraktive Angebote zu geben. Dazu gehört auch ein Audioguide-Zugang, der im Dezember an den Start geht (dann dazu weitere Infos). In der Ballonhalle wurde ein Info-Terminal aufgestellt.  
 
"Für Besucher sind wir derzeit zwangsweise geschlossen, aber im Hintergrund sind wir sehr aktiv. Irgendwann wird es weitergehen, darauf bereiten wir uns vor" verspricht der Vereinsvorsitzende und Meteorologe Dr. Bernd Stiller und nennt als Erfolg des Jahres auch ein vom Land Brandenburg unterstütztes Digitalisierungsprojekt, das in Zusammenarbeit u. a. mit Dr. Dietrich Spänkuch (Potsdam) jetzt erfolgreich beendet wurde. Im Verein war dabei Ralf Kraak aus Berlin der Initiator. Dazu wurden historische Wolkenfotos des Meteorologischen Observatoriums Potsdam digitalisiert und auf museum digital bereitgestellt. Die Fotos wurden vor über 120 Jahren anlässlich des Internationalen Wolkenjahres 1896/97 gemacht. 
 
Nicht zuletzt arbeitet sich der Dipl-Geoökologie Jannis von Buttlar im Generationswechsel-Projekt in Führungsaufgaben ein, stattet aber auch die fertiggestellte "Lernwerkstatt" weiter aus. Zuletzt hatte die Joachim-Herz-Stiftung (Hamburg) eine Förderung aus dem Perlenfonds für die Ausstattung zur Verfügung gestellt. "Jetzt warten wir sehnsüchtig auf die Schulklassen, die das alles nutzen können" schließt Herr Buttlar den Jahresüberblick, befürchtend, dass in der Lernwerkstatt auch im kommenden Winter noch Pause ist.     

Foto: pixabay

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