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Ostdeutsches Wirtschaftsforum in Bad Saarow beendet – Veranstalter zieht positives Fazit

Datum: 23.09.2020
Rubrik: Nachrichten

CDU-Politiker Friedrich Merz regt Sonderwirtschaftszonen an Ostgrenze von Brandenburg und Sachsen an 

Friedrich Merz, einer der Bewerber um den CDU-Bundesvorsitz und möglicher Kanzlerkandidat der Union bei der Bundestagswahl im Herbst 2021 hat die Bildung von Sonderwirtschaftszonen in Ostdeutschland angeregt. In einer Liveschaltung zum Ostdeutschen Wirtschaftsforum (OWF) sagte Merz vor rund 100 mittelständischen ostdeutschen Unternehmern, Wissenschaftlern und Politikern: „Ich könnte mir Sonderwirtschaftszonen in Grenznähe zu Polen vorstellen“. Konkret nannte Merz die Regionen Frankfurt (Oder), Stettin und Görlitz. Auf diese Weise könnten die neuen Länder in die Lage versetzt werden, sich einen Vorsprung im gesamtdeutschen Vergleich zu erarbeiten, so Merz. Der CDU-Politiker appellierte an die in Ostdeutschland verantwortlichen Wirtschaftslenker und Politiker, sich noch stärke für die Schaffung eines Klimas zu engagieren, das Unternehmensgründungen befördert. Merz: „Wir brauchen in Ostdeutschland ein Klima, in dem junge Menschen Mut fassen,  selbst Unternehmen zu gründen oder auch bestehende Unternehmen zu übernehmen.“ 

Zuvor hatte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) über die „Krise als Motor des Strukturwandels“ referiert. Dabei zeigte sich der  Bundeswirtschaftsminister optimistisch, dass die vorrangig mittelständisch geprägte Wirtschaft in den neuen Bundesländern gestärkt aus der Coronakrise hervorgehen werde. 

 In einer Fachdebatte im Rahmen des OWF zu den Folgen des Klimawandels wurde die Bildung eines ostdeutschen Netzwerkes für die Stärkung und Nutzung der in den neuen Ländern produzierten erneuerbaren Energien angeregt, an dem sich Vertreter der Energiewirtschaft, energieintensiv produzierende Unternehmen und Politiker beteiligen wollen.

 Am Nachmittag wurde das 5. Ostdeutsche Wirtschaftsforum beendet. Veranstalter und Initiator Frank Nehring zog ein durchweg positives Fazit: „Wir sind froh und dankbar, dass wir das Ostdeutsche Wirtschaftsforum trotz erschwerter Rahmenbedingungen in hoher Qualität durchführen konnten. Neben vielen spannenden Vorträgen und Diskussionsrunden haben insbesondere die Teilnahme von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey, Vizekanzler Olaf Scholz, Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und der ostdeutschen Wirtschaftsminister zum Erfolg des diesjährigen Davos des Ostens beigetragen. In Bad Saarow sind viele gute Ideen zusammengetragen worden, die darauf abzielen, die Wirtschaft in den neuen Ländern auch nach Überwindung der Coronakrise zukunftsfähig zu machen.“

Das Ostdeutsche Wirtschaftsforum versteht sich als Spitzentreffen von Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Erklärtes Ziel ist es, sich zu den Perspektiven der ostdeutschen Wirtschaft auszutauschen und an der Verbesserung das Images Ostdeutschlands zu arbeiten. Das OWF.ZUKUNFT bildet mit seinen Partnern ein aktives Netzwerk, in dem strategisch an der Zukunft der ostdeutschen Wirtschaft Interessierte aus breiten Teilen der Gesellschaft mitwirken und das von zahlreichen Partnern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft unterstützt wird. 

Oben: Logo des Ostdeutschen Wirtschaftsforums

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