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Wohin mit dem Abfall?

Datum: 06.08.2020
Rubrik: Nachrichten

IHK-Umweltausschuss zu Problemen bei Entsorgungssicherheit

Ostbrandenburger Entsorgungsunternehmen bleiben auf vielen Recyclingprodukten sitzen. Gleichzeitig steuert die Region auf einen Engpass bei der Entsorgung von Restmüll zu. Darauf weist der Umweltausschuss der IHK Ostbrandenburg in einem Positionspapier hin. Trotz Bestrebungen, die Abfallmengen zu verringern, sind sie in Brandenburg von 2009 bis 2018 um fast ein Drittel auf ca. 2,5 Mio. Tonnen gestiegen.

„Wir erfassen, sammeln, sortieren Abfälle erst mit hohem Aufwand, um am Ende festzustellen, dass sich für die hochwertigen Rezyklate [Produkte eines Recyclingprozesses], keine Abnehmer finden“, sagt Jens-Christian Sommer, Geschäftsführer der Becker + Armbrust GmbH, Mitglied des IHK- Umweltausschusses. „Das hat zur Folge, dass wir diese teuer gewonnenen Rezyklate doch entsorgen müssen. Hier muss die Politik dringend die Rahmenbedingungen anpassen.“

Eine Bevorzugungspflicht von Recyclingprodukten für Abnehmer oder auch klare Qualitätsstandards für Rezyklate könnten Abhilfe schaffen. Ziel muss es sein, Stoffkreisläufe zu schließen, damit sich Recyclingaufwand lohnt. Davon profitieren sowohl die regionale Wirtschaft als auch die Umwelt.

„Selbst wenn alle Aufbereitungsmöglichkeiten ausgeschöpft werden, wird immer etwas übrigbleiben. Doch auch bei den dafür notwendigen Deponiekapazitäten, ist schnelles Handeln gefragt. Sonst steuern wir auf einen Entsorgungsnotstand zu“, betont Sommer.

Ab 2026 könnten Engpässe für mineralische Abfälle und ab 2035 für Sondermüll auftreten. Die dafür notwendigen Deponiekapazitäten müssen jetzt geplant werden.

Die IHK Ostbrandenburg ist die größte Interessenvertretung der Wirtschaft zwischen Schwedt und Eisenhüttenstadt, zwischen Berlin und der Oder.

Foto: pixabay

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