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Jugendkulturprojekt #anBahnen: erste Ideen sind gefunden

Datum: 31.07.2020
Rubrik: Nachrichten

Am 5.9. 2020, von 10:00 bis 20:00 Uhr, werden Kinder und Jugendliche in ganz Brandenburg zeigen, dass sie ebenfalls systemrelevant sind und wieder stärker wahrgenommen werden möchten.

Dazu trafen sich Jugendliche und Initiativen unter anderem aus Wittstock, Fehrbellin, Wittenberge, Spremberg, der Prignitz und Cottbus am Donnerstag, den 30.07. zu einer weiteren Videokonferenz, um sich abzustimmen und Beweggründe für das Mitmachen bei dieser Aktion auszutauschen. Das Ziel wurde klar definiert: Für Jugendliche etwas erreichen, damit sie gehört werden. Dies wird auf ganz unterschiedlichen Wegen umgesetzt: Die Schülerin Janina aus Fehrbellin möchte zum Beispiel mit den Rufbussen Kontakt aufnehmen, weil sie Jugendliche nicht ernst nehmen, die dort anrufen. Um das zu erreichen wird sie mit einer Gruppe weiterer Jugendlicher auf dem Bahnhof Süßigkeiten an Fahrgäste verschenken, um so auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen. Anders die Theatergruppe Wittstock: Sie will Spaß haben, sichtbarer werden und Werbung für LGBTIQ und Vielfalt machen. Dazu wird es ein Dinosaurierhappening auf der Wiese neben dem Bahnhof geben, um „allen ein Lächeln auf das Gesicht zu zaubern". Das dürfte auch mit der Aktion gelingen, die sich die Kindergruppe aus Wusterhausen ausgedacht hat: Weil Erwachsene oft sehr missmutig und mürrisch zu ihnen sind, wollen sie als Clowns verkleidet Bahnreisenden an den Bahnhöfen Bonbons schenken. Die Jugendgruppe aus Spremberg bastelt für den Bahnhof Banner mit traurigen Smiley-Gesichtern, weil sie während der Coronakrise nicht gehört wurden und in der Stadt keine Lobby haben.

Auch bei diesem Treffen stellte sich heraus, dass Kinder und Jugendliche in Brandenburg es in den letzten Monaten schwer hatten gehört, gesehen und gefragt zu werden. Dadurch entstand beim Online-Treff die Idee auf Grundlage des kommenden Projekts einen jährlich stattfindenden Beteiligungstag zu initiieren. Dieser könnte auch in ganz Deutschland stattfinden. Denn Kinder und Jugendliche, die nicht mehr gehört werden, gibt es überall.

Hintergrund:

Durch das Jugendkulturprojekt #anbahnen soll die regionale Zusammenarbeit zwischen Jugendlichen, Jugendvertretungen, Politik, Verwaltung, sozialer Arbeit und zivilgesellschaftlichen Initiativen gestärkt werden, um gemeinsam neue Ideen, zukunftsfähige Strukturen und Perspektiven für die schwierige Zeit während und nach der Corona-Krise zu entwickeln. Dafür hat sich ein Verbund gegründet, dem neben dem federführenden Kompetenzzentrum für die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen Brandenburg viele weitere Organisationen und Initiativen aus dem ganzen Land Brandenburg angehören: Cultures Interactive e.V., LJK Brandenburg, Organize II DGB Jugend Brandenburg, Raumpioniere Brandenburg, Stiftung SPI Brandenburg, Jugendforum Prignitz, Jugendvertretung Wittstock, Jugendbeteiligungsinitiative Lübbenau, Kompetenzzentrum für Kinder und Jugendbeteiligung Brandenburg, die Partnerschaften für Demokratie Prignitz, OPR und Lübben, Beteiligungskoordination OPR des Landkreises, Netzwerkstelle Demokratie OSL, AWO Süd Jugendarbeit, Inschwung die Beteiligungsagentur des Paritätischen Landesverbandes, Stadtsalon Safari Wittenberge, BTU Cottbus, SFBB Brandenburg, Stadt Wittenberge, Gemeinde Plattenburg, Fach- und Koordinierungsstelle Jugend und Soziales e.V. Spremberg, Jugendclub Arche Lauchhammer, Lauchhammer Miners MGH Kyritz, LJK Brandenburg.

Das „Jugendkulturprojekt #anBahnen“ wird gefördert aus Lottmitteln vom Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg, dem Brandenburgfonds des Deutschen Kinderhilfswerks, Bundesprogramm Demokratie leben sowie vielen lokalen Unterstützer*innen.

Plakat: Stiftung SPI  Foto oben: Screenshot des Online-Meetings©Stiftung SPI 

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