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Der Ostbrandenburger Arbeitsmarkt im Juli

Datum: 30.07.2020
Rubrik: Nachrichten

Arbeitslosigkeit steigt leicht an / Quote bei 6,9 Prozent / Noch 773 freie Ausbildungsplätze

Im Juli waren in der Stadt Frankfurt (Oder), im Landkreis Märkisch-Oderland und im Landkreis Oder-Spree insgesamt 15.544 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 302 mehr als im Juni und 2.033 mehr als im Juli 2019. Die Arbeitslosenquote steig leicht an auf jetzt 6,9 Prozent. Im Juni hatte sie bei 6,7 Prozent gelegen, im Juli vorigen Jahres bei 6,0 Prozent.

Die Zahl der Betriebe, die Arbeitsausfall anzeigen, geht weiter zurück. Seit Beginn der Corona-Krise im März haben etwa 4.000 Betriebe vorsorglich Kurzarbeit angezeigt, 27 davon im Juli. Nur ein Teil dieser Betriebe hat aber Kurzarbeit auch realisiert. Da die Betriebe bis zu drei Monate Zeit haben, um Kurzarbeit abzurechnen, liegen die Zahlen für kurzarbeitende Betriebe und die betroffenen Arbeitnehmer verzögert vor. Erste Zahlen gibt es jetzt für den März 2020. Nach einer ersten Hochrechnung haben in diesem Monat 1.578 Ostbrandenburger Betriebe und 8.611 Beschäftigte kurzgearbeitet.

Mathias Lemcke, Geschäftsführer Operativ der Agentur für Arbeit Frankfurt (Oder): „Wie für einen Juli üblich, ist die Arbeitslosigkeit in diesem Monat leicht gestiegen. Das ist kein Grund zur Sorge. Einige junge Menschen melden sich nach der Schule arbeitslos, obwohl sie dies nicht müssten. Wer eine Ausbildung beginnen wird, bekommt das Kindergeld nämlich weitergezahlt. Arbeitslos melden sich auch Studienabsolventen, die nicht sofort einen Einstieg am Arbeitsmarkt gefunden haben. 

Eine Prognose zur weiteren Entwicklung ist aktuell schwierig. Es zeigt sich aber, dass die Corona-bedingten Lockerungen gut für den Arbeitsmarkt waren. Die Zahl der gemeldeten Stellen und die Zahl der Arbeitsaufnahmen lagen sogar leicht über dem Niveau des Vorjahres-Juli. Und es haben erneut weniger Unternehmen Kurzarbeit angezeigt. So lässt sich optimistisch in die kommenden Wochen schauen.“

Gabriele Schoel, Geschäftsführerin des Jobcenters Märkisch-Oderland: „Trotz Corona-Krise bieten die regionalen Betriebe fast so vieleAusbildungsplätze an wie im vergangenen Jahr. Besonders gesucht wird der Nachwuchs unter anderem im Verkauf und im Handel, in der Gastronomie, in der Sanitär- und Heizungsbranche, in der Lagerwirtschaft, beim Hoch- und Tiefbau sowie in der Land- und Tierwirtschaft. Jugendliche sollten die Hoffnung daher nicht aufgeben, sondern sich kurzfristig bei der Berufsberatung bzw. im Jobcenter melden. Wer ungefähr weiß, welchen Beruf er erlernen möchte, kann sofort Adressen von Unternehmen, die noch Auszubildende suchen, erhalten. Meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geben außerdem gern Tipps für die Bewerbung und das Vorstellungsgespräch.“

Frank Mahlkow, Geschäftsführer des Jobcenters Frankfurt (Oder): „Arbeitssuchende Menschen brauchen auch in Corona-Zeiten nicht den Mut zu verlieren. Das Jobcenter Frankfurt (Oder) versucht auch in diesen komplizierten Zeiten, in denen der persönliche Kontakt eher durch digitale Wege ersetzt ist, zu unterstützen, wo es nur geht.

Ging die Zahl der angebotenen Arbeitsstellen in der Stadt in den letzten Monaten auch leicht zurück, so erleben wir jetzt, dass die Einstellungsbereitschaft der hiesigen Arbeitgeber wieder steigt. 

Aus diesem Grund führt das Jobcenter im Technologie- und Gewerbecenter Frankfurt (Oder) (TeGeCe) am 19. August 2020, von 10:00 – 13:00 Uhr, einen Branchentag durch. Im Gebäude des TÜV werden aus den unten genannten Bereichen Arbeitgeber zu Gast sein, die zu den Anforderungen, Bedingungen und Arbeitsmöglichkeiten informieren und bei denen die Interessenten Ihre Bewerbungen abgeben können. Auch Quereinsteiger können diesen Tag nutzen, um sich in den aufgeführten Branchen zu informieren.

-        Lagerlogistik

-        Sicherheit

-        Pflege

-        Kaufmännischer Bereich

Dabei werden die Kunden auch dahin gehend beraten, wie sie bei ihren Vermittlungsbemühungen unterstützt werden können. Es wird Coaching angeboten, der Kontakt zu weiteren Unternehmen, auch außerhalb der genannten Branchen, kann hergestellt werden.

 

Foto: pixabay

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