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Statistik-Sonderseite zur Corona-Pandemie in Berlin und Brandenburg

Datum: 20.05.2020
Rubrik: Nachrichten

Für die Beurteilung der wirtschaftlichen und sozialen Lage sowie Entwicklung sind verlässliche Zahlen gerade in Krisenzeiten unverzichtbar. Das Amt für Statistik Berlin- Brandenburg hat ein Dossier mit statistischen Daten zusammengestellt, die im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie von Interesse sind. Der Fokus liegt auf den Themenbereichen Gesundheit, Gesellschaft und Wirtschaft.

Die weltweite Ausbreitung des SARS-CoV-2-Virus und der von ihm verursachten Erkrankung COVID-19 im Frühjahr 2020 treffen Gesellschaft und Wirtschaft stark. Die langfristigen Folgen der Corona-Pandemie sind noch nicht überschaubar. Aktuelle Daten sind deshalb wichtiger denn je.

Ein wichtiger Bestandteil der Datensammlung sind die Sterbefallmeldungen der Jahre 2019 und 2020 nach Kalenderwochen für Berlin und Brandenburg. Diese Sterbefallmeldungen sind im Gegensatz zu den endgültigen Bevölkerungszahlen nicht vollständig. Darüber hinaus erschweren Zufallsschwankungen und die demografische Struktur der Bevölkerung, die zu Trends in der Entwicklung der Sterbefallzahlen führt, die Interpretation der Daten.

In den ersten 16 Kalenderwochen 2020 starben in Brandenburg 808 Personen bzw. 8,2 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Mehr als die Hälfte dieser Sterbefälle fiel in die Monate Januar und Februar. Auffällig sind jedoch die erhöhten Sterbefallmeldungen in der 13. (+124 Personen) und 14. (+111 Personen) Kalenderwoche, also der Zeit vom 23. März bis 5. April. In der 15. Kalenderwoche starben 73 Personen weniger als in der 14. Kalenderwoche 2020.

In Berlin starben in den ersten 16 Kalenderwochen dieses Jahres 829 Personen weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Das entspricht einem Rückgang von 6,8 Prozent. Auch hier ist über die Hälfte der Differenz zum Vorjahr auf die beiden ersten Monate des Jahres zurückzuführen. In Berlin fallen ebenso die Kalenderwochen 13 und 14 auf, da hier bisher neun Sterbefälle mehr und nur fünf Sterbefälle weniger registriert wurden als in den entsprechenden Vorjahreswochen. In der 15. Kalenderwoche ging die Zahl der Sterbefallmeldungen um 18 Sterbefälle gegenüber der 14. Kalenderwoche 2020 zurück.

Bei den dargestellten Sterblichkeitsdaten handelt es sich um eine reine Fallauszählung – ohne weitere statistische Aufbereitung – der eingegangen Sterbemeldungen. Vom Tod einer Person bis zur Meldung an die amtliche Statistik vergeht Zeit. In Brandenburg betrug im Jahr 2019 in 95 Prozent der Fälle diese Zeitspanne zwei Wochen oder weniger. In Berlin waren 2019 nach acht Wochen 95 Prozent aller Sterbefälle registriert. Daher sind die Sterbefallzahlen, insbesondere in Berlin, am aktuellen Rand unterschätzt. Eine erhöhte Sterblichkeit in Zusammenhang mit Covid-19 ist nach aktueller Datenlage sehr wahrscheinlich, jedoch nicht stark ausgeprägt.

Foto: pixabay

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