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Ausstellungsprojekts 'Utopie Passion' und Diskussionsveranstaltung

Datum: 08.08.2019
Rubrik: Veranstaltungen

Auch an diesem Wochenende wird täglich zwischen ein 14:00 und 16:00 Uhr ein Cicerone in der Ausstellung auf dem Stiftsplatz anwesend sein. Er wird für Fragen von Besucherinnen und Besuchern zur Verfügung stehen und ist zugleich bereit eine kleine Führung für Interessierte zu machen. Es ist eine Zeit, in der auch beide Kirchen und das Museum geöffnet sind.

Am Samstag dem 10.08.2019 um 15:30 Uhr findet im Rahmen des Ausstellungsprojekts 'Utopie Passion' im Blauen Salon der Stiftung Stift Neuzelle eine dritte und letzte Diskussionsveranstaltung, dieses Mal mit dem in Berlin lebenden Philosophen Guillaume Paoli, statt. 

Die Ausstellung hat bisher vielfältig Auseinandersetzung provoziert. Eine Frage, die sich oft stellt, ist, welche Bedeutung ein solches Projekt in der Region überhaupt entfalten kann. Diese Frage soll im letzten Gespräch im Mittelpunkt stehen. Von den Künstlern und den Referenten, die bisher gesprochen haben, ist die Rückmeldung äußerst positiv. Im Spannungsfeld von Kloster und Idealstadt läßt sich auch längerfristig ein Programm entwickeln, das die Region zu einem Ort künstlerischer Innovation macht. Die Frage nach der Beziehung von Kunst und sozialem Raum steht dabei im Vordergrund. Eine solches Interesse von aussen mit den hier lebenden Menschen zu vermitteln bleibt dabei eine zentrale Aufgabe - und Chance.

Guillaume Paoli

Die unsichtbare Mehrheit über die Vernetzten und die in den Räumen dazwischen und warum sie sich nicht mehr verstehen

10.8.2019, 15.30 Uhr, im blauen Salon des Kloster Neuzelle

Guillaume Paoli ist ein Philosoph, der z.B. mit einer 'philosophischen Praxis', die er am Leipziger Schauspiel 2008-13 betrieb, das philosophische Denken als etwas jedem Zugängliches anbot und zum Denken ermunterte, wo sich sein Gegenüber das selbst nicht zutraute. In seinem Essay 'Die lange Nacht der Metamorphose' (Berlin 2017) thematisiert er eine Trennung und Entfernung gesellschaftlicher Gruppen entlang des Bildes von einem globalen Gewebe kultureller Zentren und den weiten, leeren Gegenden der verschiedenen Peripherien dazwischen. Da sind die einen, die sich in einem kulturellen Zusammenhang bewegen, den die Globalisierung schon alleine mit ihrem Begriff stiftet; die sich anschlussfähig und auch gesellschaftlich wahrgenommen fühlen. Und andere, die sich regional, oft auch an Tradition gebunden sehen und auch sehen wollen - und sich dabei aber auch übersehen und vergessen fühlen. Die Ausstellung 'Utopie Passion' ist ein Projekt der zeitgenössischen Kunst. Diese ist selbst ein weltumspannendes Milieu, das ein eigenes Denken entwickelt hat und auch eine Sprache, um über dieses zu sprechen. An einem Ort wie in Neuzelle ist diese Form von 'zeitgenössischem' künstlerischem Ausdruck vielen unverständlich und die Frage stellt sich, warum ein solches Projekt an einem solchen Ort überhaupt veranstaltet wird: sind die Menschen vor Ort auch 'Zeitgenossen'? Diese Frage zu stellen und kritisch zu beleuchten ist das Thema der letzten Diskussionsveranstaltung im Rahmen von 'Utopie Passion'.

 

 

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