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Bürgermeister gibt Statement zum Standort ab.

„Sorge mich um den Stahlstandort Eisenhüttenstadt“

Datum: 18.03.2019
Rubrik: Nachrichten

Bürgermeister Frank Balzer: „Sorge mich um den Stahlstandort Eisenhüttenstadt“ 

Eisenhüttenstadt. Die Stadt Eisenhüttenstadt betrachtet die Entwicklung um den StahlStandort Eisenhüttenstadt mit großer Sorge. Nachdem der Konzern kurzfristig eine Umstrukturierung im Flachstahlsektor umsetzt, wird Eisenhüttenstadt zunehmend um die Zukunft als integriertes Hüttenwerk bangen. Nach der Bildung einer ArcelorMittal Deutschland GmbH unter Federführung von ArcelorMittal Bremen soll ArcelorMittal Eisenhüttenstadt von dort aus geführt werden. Signale gibt es aus Sicht des Bürgermeisters schon seit 2017, als man im Rahmen des Transformationsprozesses die Einkaufsaktivitäten schon AM Bremen zugeordnet und andere Verwaltungsbereiche zentralisiert hat. 
„Ich fürchte, dass dann unser integrierter Standort zur Disposition steht“, sagt Bürgermeister Frank Balzer, jahrelang selbst an führender Position im Betriebsrat und Aufsichtsrat von ArcelorMittal Eisenhüttenstadt GmbH. Eisenhüttenstadt habe jahrelang gute Gewinne trotz geringer Investitionstätigkeiten erzielt, sei effizienter aufgestellt als das Stahlwerk in Bremen und die Auslastung in den Verarbeitungsstufen ist sehr gut. „Das Werk hier bietet kurze Wege zu den Kunden und kann aufgrund einer gut gerüsteten Flüssiglinie schnell und flexibel auf Kundenwünsche reagieren. Eine gemeinsame GmbH unter dem Dach einer Deutschland GmbH berge zahlreiche Risiken, wenn Entscheidungsträger und -prozesse nicht mehr vor Ort sind.“ Natürlich würden auf dem Stahlsektor welt- und europaweit zukunftsweisende Technologien auch verlangen, dass man sich langfristig diesen Herausforderungen in der globalen Stahlproduktion stelle. Doch Eisenhüttenstadt biete hierfür grundsolide und gewachsene Strukturen und Voraussetzungen als ein top integrierter Standort. 
Mit den jetzigen Plänen jedoch würde Eisenhüttenstadt als Stahlstandort enorm an Bedeutung einbüßen, langfristig zu den Verlierern zählen und ein letzter „Leuchtturm“ in Brandenburg und Ostdeutschland verschwinden, betont Bürgermeister Frank Balzer. 

 

 

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