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Maler Conrad Panzner unternimmt eine Landvermessung mit künstlerischen Mitteln

Datum: 07.02.2019
Rubrik: Veranstaltungen

 

Der studierte Landschaftsarchitekt, Grafiker und Maler Conrad Panzner hat in dieser Woche seine Arbeit im Maleratelier der Burg Beeskow aufgenommen. Erst im letzten Jahr wurde der in Oehna bei Jüterborg beheimatete Künstler durch Kulturministerin Münch mit dem Brandenburgischen Nachwuchspreis für bildende Kunst ausgezeichnet. Als Sohn einer Künstlerfamilie des Grafikers Peter Panzner und der Malerin Christa Panzner – ist er mit den Herausforderungen des künstlerischen Berufs bestens vertraut.

Panzner widmet sich während seines Aufenthalts vor Ort, der sich an verlängerten Wochenenden blockweise auf die kommenden fünf Monate verteilt, regionalen Themen und die Region prägenden Motiven wie beispielsweise der Spree und ihren Verlaufsspuren durch Beeskow und Umland.

Die Ergebnisse seines Aufenthaltes werden vom 15. Juni  - 22. September 2019 im Rahmen eines größeren, mehrteiligen Ausstellungsprojektes zum Thema „Landvermessung“ in künstlerischer und dokumentarischer Form auf der Burg Beeskow gezeigt. Hier werden neben Panzners Arbeiten auch die Ergebnisse des diesjährigen Künstlerpleinairs zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler zu sehen sein. Auch das Team des Regionalmuseums der Burg Beeskow widmet sich gemeinsam mit den Herausgebern des Kreiskalenders dem Thema aus kulturhistorischer Sicht. Und aus Krefeld, der Partnerstadt des Landkreises, ist der Fotograf Volker Döhne, Absolvent der renommierten Becher-Klasse, mit einer Ausstellung serieller Fotografien in der Städtischen Galerie Eisenhüttenstadt zu Gast.

Anlässe für diese Vorhaben bietet das 25-jährige Bestehen des Landkreises, aber auch die alte, heute neu gestellte Frage nach regionaler Identität und regionaler Vielfalt. - Wie lässt sich unsere Region heute künstlerisch erforschen, beschreiben und vermessen? Zwar keine Antworten, aber gute Hinweise zur Herangehensweise liefert der Historiker und Publizist Karl Schlögel in seinem Buch unter dem Titel „Im Raume lesen wir die Zeit“ (erschienen 2003 im Carl Hanser Verlag):

Kartografie spiegelt die Blüte der Kunst und ist ein Beleg für die Kulturentwicklung eines Landes. Im Porträt oder Antlitz kommen sich Karte und Kunstbild entgegen. Karten sind Gesamtkunstwerke. Die Übergänge zwischen Geographie und künstlerischer Darstellung sind fließend. Man kann in der Welt sein und doch bei sich selber bleiben. Ein Moment ungeheurer Freiheit und Macht. Landschaften im Kopf (frei nach Karl Schlögel).

 Foto des Künstlers (© Michael Lüder).

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