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Saison hinterlässt Spuren auf dem Arbeitsmarkt

Datum: 31.01.2019
Rubrik: Nachrichten

Saison hinterlässt Spuren auf dem Arbeitsmarkt / Arbeitslosenquote steigt auf 6,9 Prozent

Im Januar ist die Arbeitslosigkeit in der Stadt Frankfurt (Oder) sowie in den Landkreisen Märkisch-Oderland und Oder-Spree gegenüber Dezember moderat angestiegen. Arbeitslos gemeldet waren im Januar insgesamt 15.614 Menschen. Das sind 1.542 Personen mehr als im Dezember, aber 1.597 weniger als im Januar 2018. Die Arbeitslosenquote stieg von 6,2 Prozent im Dezember auf jetzt 6,9 Prozent an. Vor genau zwölf Monaten hatte sie 7,6 Prozent betragen.

Jochem Freyer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Frankfurt (Oder): „Erwartungsgemäß sind die Arbeitslosenzahlen im Januar gestiegen. Allerdings in geringerem Maße als vor einem Jahr. Der positive Trend auf dem Ostbrandenburger Arbeitsmarkt bleibt also ungebrochen – die Party dauert weiter an. Wie üblich liefen zum Jahresende viele Arbeitsverträge aus oder wurden nicht verlängert. Klassische Beispiele gibt es in der Gastronomie, in der Landwirtschaft oder auf dem Bau. Doch wer saisonbedingt arbeitslos geworden ist, muss nicht bis zum Frühling warten. Denn die Nachfrage nach Arbeitskräften ist unverändert hoch. Unternehmen, die Personal dringend suchen, haben jetzt die Gelegenheit, jemanden zu gewinnen und zu binden.

Für Arbeitnehmer bleibt die Qualifikation der Schlüssel zum nachhaltigen beruflichen Erfolg. Daher fördern Arbeitsagentur und Jobcenter massiv die berufliche Weiterbildung und Qualifizierung. Arbeitslose, die Ideen für ihre persönliche Entwicklung haben, sollten sich nicht scheuen, ihren Arbeitsvermittler darauf anzusprechen.“ 

Neu arbeitslos meldeten sich in diesem Monat 4.065 Personen. Gleichzeitig konnten 2.541 Menschen ihre Arbeitslosigkeit beenden.

6.028 Menschen sind derzeit langzeitarbeitslos - 154 Personen mehr als im Dezember, aber 519 weniger als vor genau einem Jahr.

Auch die Jugend-Arbeitslosigkeit stieg leicht an. 1.113 Menschen unter 25 Jahre waren im Januar arbeitslos gemeldet – 36 mehr als im Vormonat, aber 117 weniger als vor einem Jahr. Die Jugend-Arbeitslosenquote lag damit bei 8,6 Prozent – gegenüber 8,3 Prozent im Dezember und 10 Prozent im Januar letzten Jahres.

10,2 Prozent der Arbeitslosen waren Ausländer. Aktuell sind 1.596 Menschen mit ausländischer Staatsbürgerschaft arbeitslos gemeldet. Das sind 109 Personen mehr als im Vormonat und 25 mehr als im Januar 2018.

Eine durch die Arbeitsagentur oder die Jobcenter geförderte berufliche Weiterbildung durchlaufen in Ostbrandenburg aktuell 1.036 Personen.

Im Januar zeigten die regionalen Unternehmen 658 offene Stellen neu an. Vakant sind derzeit insgesamt 3.321 Stellen. 

Etwa zwei Drittel aller Arbeitslosen betreuen die Jobcenter im Bezirk der Agentur für Arbeit Frankfurt (Oder)*. Im Januar waren es insgesamt 10.053 Arbeitslose – 471 mehr als im Dezember, aber 1.316 weniger als im Januar 2018.

(*Neben dem kommunal geführten Jobcenter im Landkreis Oder-Spree sind dies die gemeinsamen Einrichtungen aus Arbeitsagentur und Kommune in Frankfurt (Oder) und dem Landkreis Märkisch-Oderland.)

Frank Mahlkow, Geschäftsführer des Jobcenters Frankfurt (Oder), bewertet die aktuelle Situation für die Stadt: „Das zum Jahresanfang in Kraft getretene Teilhabechancengesetz trägt Früchte. Im Februar kann der erste Arbeitnehmer, der schon sehr lange arbeitslos ist, seine neue Stelle antreten. Wir freuen uns, dass es so schnell gelungen ist, ihn mit dem passenden Arbeitgeber zusammenzuführen und hoffen, dass dieses Beispiel Schule macht. Derzeit bereiten wir weitere Arbeitsverhältnisse vor, die am 1. März beginnen sollen. Insgesamt wollen wir mithilfe der neuen Förderung in der Stadt bis zu 70 langzeitarbeitslosen Menschen eine Perspektive auf dem Arbeitsmarkt eröffnen. Interessierte Arbeitnehmer und Arbeitgeber sind willkommen.“

Gabriele Schoel, Geschäftsführerin des Jobcenters Märkisch-Oderland, bewertet die aktuelle Situation für den Landkreis: „Auch mit Beginn des neuen Jahres liegt die Personalnachfrage weiterhin auf hohem Niveau. Um Arbeitgeber mit Arbeitslosen direkt zusammenzubringen, wird das Jobcenter zukünftig regionale Speed-Datings vor Ort durchführen.

Den Unternehmen wird dabei die Möglichkeit geboten, die zu besetzenden Arbeitsplätze direkt vorzustellen, Fragen zu beantworten und so interessierte Bewerber zu gewinnen. Die erste Veranstaltung findet im Februar in Rüdersdorf statt. Weitergehende Informationen erhalten Interessenten bei ihren Ansprechpartnern im Jobcenter.“

Die Situation auf dem Ausbildungsmarkt

1.495 Jugendliche haben sich seit Beginn des Berufsberatungsjahres 2018/2019 im Oktober bei der Agentur für Arbeit als Lehrstellenbewerber gemeldet. Das sind 147 Bewerber mehr als zum selben Zeitraum im Vorjahr. Demgegenüber haben die regionalen Betriebe seit Oktober 1.496 Berufsausbildungsstellen an die Agentur für Arbeit gemeldet. Das sind 4 mehr als vor genau einem Jahr.

 

 

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