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Putten erklären in Neuzelle den Himmel

Datum: 14.05.2018
Rubrik: Nachrichten

Auftakt zum Künstler-Pleinair:
Putten erklären in Neuzelle den Himmel

Seit 13. Mai wird auf dem Stiftsplatz gepickelt und gemeißelt, geschmirgelt und gehämmert: Sieben Künstlerinnen und Künstler sind in die Klostergebäude eingezogen und stellen aus Sandsteinblöcken eigene Beiträge zum Thema Putten her. Das Künstler-Pleinair im Kloster Neuzelle wird von der Stiftung Stift Neuzelle und dem Landkreis Oder-Spree vom 13. Mai bis zum 02. Juni 2018 durchgeführt. Die Künstler wurden auf der Grundlage einer Ausschreibung ausgewählt, an der sich 20 Künstlerinnen und Künstler beteiligt hatten. Es nehmen teil:

Petra Wagner (Brandenburg)
Anne Schulz (Brandenburg)
Frank Schauseil (Dresden)
Yauheniya Usimava (Berlin)
Lukazs Maria Kupski (Polen)
Ralf Ehmann (Baden-Württemberg)
Kai Rosner (Berlin

Barocke Puttendarstellungen sind direkt auf dem Stiftsplatz zu finden, aber sie bevölkern auch den Himmel in beiden Kirchen in Neuzelle: kleine, zumeist nackte Geschöpfe mit dicken Backen und auch sonst prallen Rundungen, bisweilen mit Flügeln versehen, in den Lüften schwebend und auf Wolken oder Architekturen lagernd. Sie balancieren Weltkugeln, musizieren auf den vielfältigsten Instrumenten, sind handwerklich tätig und beleben den Himmel über uns.

In den Neuzeller Kirchen und in den Szenen der Passionsdarstellungen haben Putten vor allem zeigende und erklärende Funktionen, sie unterstützen damit das gegenreformatorisch beeinflusste pädagogische Programm der barocken Umgestaltung und sind Instrumente der religiösen Bildung und Vermittlung. Auf eine volkstümliche und kindliche Art sind Putten Vermittler zwischen Himmel und Erde. Sie schweben geschlechtslos zwischen den beiden Sphären und versuchen das biblische und himmlische Leben verständlich zu machen.

Heute sind Putten Lichtgestalten des Kommerzes und des Kitsches. Man findet sie überall: Auf Kaffeetassen, auf Unterwäsche und als Schutzengel für den Rückspiegel im Auto. Ihr Einsatz ist universell, daran hatte Raffael nicht gedacht, als er seine beiden weltberühmten Flügelwesen unterhalb seiner Sixtinischen Madonna platzierte, die heute in der Galerie Alter Meister in Dresden zu sehen ist.

Die Künstlerinnen und Künstler erhalten ein Stipendium in Höhe von 1400,00 EUR. Die bei dem Pleinair geschaffenen Skulpturen können bis Ende Oktober auf dem Stiftsplatz besichtigt werden. Zwei Werke werden zum Preis von 4000,00 EUR angekauft und sollen im derzeit in Planung befindlichen 3. Bauabschnitt des Klostergartens dauerhaft aufgestellt werden. Über den Ankauf entscheidet eine Jury. Die Abschlussveranstaltung mit der Bekanntgabe der beiden Ankäufe findet am 02.Juni 2018 beim Gartentag um 14:00 Uhr in der Orangerie statt.

Tickets und alle Infos auf www.750jahre-klosterneuzelle.de

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