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Ruppert meint...Nr.26 Allahu akbar

Rubrik: Kolumne

Ruppert meint...Nr.26  Allahu akbar

Mit dem Ruf „Allahu akbar" - sinngemäß „Gott steht über Allem" -  stürmten am 7. Januar 2015 zwei durch lächerlich-abwertende Mohammed-Karikaturen in ihrem Glauben verletzte Moslems in Paris das Redaktionsbüro des satirischen Wochen-Magazins „Charlie Hebdo" und töteten dort 12 Menschen, darunter den Herausgeber, den Mitinhaber und mehrere Karikaturen-Zeichner. . Dem Anschlag vom 7. Januar war bereits im Jahre 2011, auch anlässlich einer gehässigen Karikatur des Propheten,  eine deutliche Warnung in Form eines Brandanschlags voraufgegangen.  Ich vermeide bewusst das in den Medien überwiegend verwendete Wort „ermordeten". Nach unserem Rechtsverständnis   (§ 211 des Strafgesetzbuchs) ist „Mörder, wer aus niedrigen Beweggründen einen Menschen tötet". Die Täter des 7. Januar motivierten ihr Vorgehen mit den Worten „Nous avons vengé le prophète" - „Wir haben den Propheten gerächt." Nun sieht der Mordparagraph auch in der Rache einen niederen Beweggrund. War die „Rache" aber nicht eher ein Akt von „Selbstjustiz"?

Vor allem die Reaktion weiter islamischer Kreise lassen die Tat als die konsequente Vollstreckung einer zur Verteidigung des Glaubens gebotenen und zuvor angedrohten Strafe für Religionsfrevel erscheinen. In den originär islamischen  Ländern werden die Attentäter als Helden und Märtyrer für den Glauben verehrt. Nicht nur dort. Wie anders ist  zu verstehen, dass in vielen Schulen der Pariser Vorstadt-Ghettos die verordnete Gedenkminute für die Opfer des Anschlags gestört oder sabotiert wurde? Dass trotz der von den Imanen ergangenen Aufforderung kaum jemand an dem „Republikanischen Marsch" teilgenommen hat?

Und sind die „Rächer" ihres Glaubens  wirklich nur „f e i g e  Mörder", wie die stets die veröffentlichte Meinung bestimmende Bildzeitung titelt ? Wonach wäre dann das Verhalten des Hitler-Attentäters Stauffenberg zu bewerten, der eine Bombe mit Zeitzünder hinterließ und sich in Sicherheit brachte, wie die Fernzündung von Autobomben aus sicherer Entfernung? Ein Attentäter, der für seine Überzeugung bewusst das eigene Leben aufs Spiel setzt, mag vieles sein, aber sicher nicht feige.

Zugegeben, auch als ein Akt von Selbstjustiz ist der Anschlag schwer nachvollziehbar für uns „aufgeklärte" Zeitgenossen, die sich von solch „überholten" Wertvorstellungen wie zum Beispiel Glaube, Ehre, Achtung, Moral, Treue, weitgehend gelöst haben. Immerhin ist auch nach unseren geltenden Gesetzesvorschriften (§ 166 StGB) „das öffentliche Verbreiten von Schriften (auch Abbildungen), die den Inhalt des religiösen oder weltanschaulichen Bekenntnisses anderer in einer Weise beschimpfen, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören", mit Strafe bedroht. Nicht das religiöse Empfinden wird geschützt, sondern der „öffentliche Frieden". Hierzu gibt es vor allem aus den sechziger bis achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts eine Fülle von Rechtsprechung zu großenteils unappetitlichen Druckwerken. Da die Verfahren in der Regel zugunsten der durch die Verfassung garantierten „künstlerischen Gestaltungsfreiheit" entschieden wurden und selbst in krassen Fällen von einer echten Strafverfolgung nicht die Rede sein kann,  lassen die Instanzen aller christlichen Konfessionen im Allgemeinen das Ausschütten verbaler und gedruckter Fäkalien widerstandslos über sich ergehen.

Unsere Bundeskanzlerin bestimmt zwar nach dem Wortlaut von Artikel 65 Satz 1 des Grundgesetzes  die „Richtlinien der Politik", geht aber seit jeher geschickt allen Entscheidungen aus dem Wege, die ein „heißes Eisen" enthalten. Sich daran zu verbrennen, überlässt sie ihren handverlesenen und bei Bedarf auswechselbaren  Mitarbeitern. Treffend führt sie bei den  Amerikanern den Spitznamen „Miss Teflon", d.h. an ihr selbst bleibt nie etwas hängen. Jetzt hat sie, durch die Ereignisse der letzten Wochen aufgeschreckt, wenigstens eine Grundposition bezogen. Unter Bezugnahme auf eine im Volk umstrittene Äußerung ihres Ziehkindes, des unrühmlichen früheren Bundespräsidenten Wulff, verkündet sie die Doktrin: „Der Islam gehört zu Deutschland - und das ist so, dieser Meinung bin ich auch". Ihr Vorgänger Schröder hätte noch hinzugefügt: „Basta!"  Doch die Umsetzung des neuen Dogmas überlässt sie wieder Anderen.

Und die verhalten sich wie ein Schar plötzlich aufgescheuchter Hühner. Planlos rennen sie umher, manche überschlagen sich, stoßen gegeneinander. Dabei gackern sie eine Fülle von teils sich widersprechenden Vor- und Ratschlägen. Diese wiederum lassen zwei verschiedene Hauptrichtungen erkennen, eine militante und eine pazifistische. Die Aktionisten sehen die Problemlösung in der unnachgiebigen Bekämpfung des „islamistischen Terrors" mit mehr Polizei, durch Vorrats-Datenspeicherung und Überwachung,  großzügige Inhaftierung verdächtiger Elemente, Reisebeschränkungen, Einziehung von Personalpapieren, Verschärfung bestehender Gesetze und Schaffung neuer Straftatbestände bis hin zur Strafbarkeit von Sympathiebekundungen für Terroristen. Bliebe natürlich erst einmal die Zuständigkeitsfrage zu klären, nämlich wer über die Qualifikation als „Terrorist" zu entscheiden hat. Zu denken wäre an ein internationales Gremium, bestehend aus Franzosen, Deutschen unter dem Vorsitz von Amerikanern, die ja seit über einem Jahrzehnt die einmalige Gelegenheit hatten, in Guantanamo einschlägige  Erfahrungen zu sammeln. „Vereint gegen den Terror" lautet die markige Devise.

Die vorwiegend in Deutschland beheimateten Gutmenschen dagegen, viele von ihnen zu finden in linksorientierten oder christlichen Einrichtungen, setzen auf ein für alle Richtungen offenes, buntes neues Deutschlandbild, fordern Verständnis, Respekt, Vielfalt, Freiheit, Menschenwürde, Toleranz für alles Ab- und Andersartige, Integration bis hin zur freiwilligen Aufgabe der eigenen nationalen Werte, ja sogar der eigenen Identität. Leitsatz dieser humanitären Schwärmer könnte Schillers Wunsch in seiner „Ode an die Freude" sein, „Alle Menschen werden Brüder". Doch nur zu oft  verbergen sich bei genauem Hinsehen  hinter dieser auf Mitleid und Nächstenliebe spekulierenden menschenfreundlichen Fassade knallharte finanzielle Interessen, die letztlich in Milliardenhöhe aus Steuermitteln befriedigt werden.

All diesen Kreisen, deren erklärtes Bestreben es ist, Deutschland in seiner traditionellen Form abzuschaffen, zum Beipiel auch dadurch, dass man à la Wulff und Merkel den Islam einfach „eindeutscht", ist schon einige Zeit vor dem Pariser Attentat ein Feind erwachsen, dessen Gefährlichkeit sie mit sicherem Instinkt erkannt haben: Die Volksbewegung PEGIDA. Der einprägsame Name steht für die „Patrioten Europas gegen die Islamisierung des Abendlandes". Also erklärtermaßen nicht gegen die Zuwanderung fremder Elemente schlechthin.
Angst verspüren die Politiker aller etablierten Parteien nicht etwa vor der Masse unzufriedener Bürger. Solche in die Zigtausende von Teilnehmern gehende Demos hat es schon oft gegeben. Da bei uns solchen Kundgebungen des Volkswillens eine verfassungsmäßige Plattform fehlt, rennen sie ohne Erfolgsaussicht gegen den festgefügten Block der staatstragenden Parteien, bis sie ermüdeten und sich allmählich auflösen. Das Ergebnis dieser frustrierenden Chancenlosigkeit sehen wir vor allem im ständigen Anwachsen der „Partei der Nichtwähler", die bei den letzten Landtagswahlen die absolute Mehrheit von 52 Prozent der Stimmen erzielte.

 

Was die systemkonforme Politik aufschreckt und unisono gegen die PEGIDA Stellung beziehen lässt, ist der Ruf „Wir sind das Volk!", verbunden mit dem Verlangen , dem mündigen Bürger durch Volksabstimmungen die legale Möglichkeit zu verschaffen, auf die Gestaltung unseres Gemeinwesens direkten Einfluss zu nehmen. Werden die Rufe zu laut, so unterstellt man den Wortführern fremdenfeindliche Absichten, etikettiert sie als „rechte Populisten", treibt sie mit der bewährten Nazikeule, in die rechte Schmuddelecke und zerquetscht sie dort mittels der veröffentlichten Meinung („Lügenpresse"). Das hat bisher immer geklappt.
Doch lassen wir dies alles einmal dahin stehen. Stellen wir uns vielmehr der von unserer Politik geflissentlich umgangenen Kernfrage, ob es überhaupt eine Lösung gibt für das Problem des Zusammenlebens der christlich-abendländischen und der islamischen Kultur in einem einheitlichen Gemeinwesen auf engem Raum.  Unabdingbare Voraussetzung für eine Antwort und die daraus zu ziehenden Folgerungen  ist natürlich, dass man überhaupt weiß, wovon die Rede ist. Konkret: Wodurch unterscheiden sich die beiden  Kulturkreise, und sind diese Unterschiede überbrückbar? Um das zu erkennen, muss auch der noch so hartnäckige Atheist einige grundsätzliche religionsbezogene Fakten berücksichtigen bzw. zur Kenntnis nehmen.

 

In der Weltgeschichte  haben Religionen und ihnen artverwandte Ideologien  ihren Niederschlag gefunden in Schriften, deren Ursprung häufig unsicher und umstritten ist. Einige von ihnen haben im Laufe der Zeit ganze Kulturen geprägt, so wie die christliche Bibel und der islamische Koran. Gemeinsam gilt für das Christentum, aus dem unsere abendländische Kultur hervorgegangen ist, wie auch für den Islam, der weite Teile Asiens und Afrikas beherrscht, dass sie, auf der Basis der jüdischen Glaubenslehre fußend, nur einen einzigen Gott als Schöpfer und Lenker von Himmel und Erde anerkennen (Monotheismus). Alleiniger Sinn und Zweck des menschlichen Daseins ist danach, den Willen  Gottes zu erfüllen. Doch sowohl bei der Definition des Gottesbegriffs als auch bei der Interpretation seines Willens gibt es schon keine völlige Übereinstimmung mehr.

Die Heilige Schrift der Bibel besteht aus dem Alten und dem Neuen Testament. Das AT enthält die Schöpfung von Himmel und Erde sowie die darauf beruhende vieltausendjährige Geschichte des jüdischen Volkes und seiner besonderen Beziehung zu Gott, der es zu seinem „auserwählten Volk" erkoren hat. Der Prophet Jesaja kündigt die Geburt eines von Gott gesandten „Messias" an, den „Friedensfürsten", der den Menschen Frieden ohne Ende bringen wird. Das durch das NT verkörperte Christentum glaubt nun, dass sich diese alttestamentarische Prophezeiung in Jesus als dem Sohn Gottes realisiert habe. Die Juden dagegen warten nach wie vor auf den „Erlöser".
Die Mohammedaner sehen in „Isa" (Jesus) lediglich einen von vielen Propheten, ebenso wie den Propheten Mohammed, dem Gott über den Engel Gabriel den Inhalt dessen diktierte, was sie aus dem heiligen Buch der Moslems, dem  Koran, als wörtliche Offenbarung „Allahs" (Gottes) entnehmen.

 

Bibel und Koran standen sich in ihren Lehren während der nunmehr rund 1.300 Jahre ihres Nebeneinanders nicht  feindselig gegenüber. Wohl aber massakrierten sich die Anhänger  der jeweiligen Glaubensrichtungen bis heute ebenso sinnlos wie grausam. Dabei versuchten die Christen vom 11. bis zum 13. Jahrhundert, letztendlich erfolglos, die Wirkungsstätten ihres Religionsgründers den dort ansässigen Moslems zu entreißen. Diesen wiederum gelang es unter türkischer Führung, den gesamten Vorderen Orient, Nordafrika, Spanien und den Balkan zu erobern und dort mit ihrem Glauben auch ihre damals der europäischen weit überlegene Kultur  einzuführen. Im 16. Jahrhundert gelangten sie bis vor Wien. In der historischen Entwicklung der Völker haben die blutigen Auseinandersetzungen, bei denen es zugleich auch um machtpolitische und wirtschaftliche Interessen ging, bis heute nicht nur ihre Spuren, sondern auch weiteren Zündstoff hinterlassen.
Von wenigen scheinbaren Ausnahmen abgesehen, wird in den moslemisch bestimmten Ländern anderen Glaubensrichtungen ein Schattendasein gewährt, es gibt jedoch in kaum einem Land moslemische Minderheiten. Als zum Beispiel der von England einheitlich verwaltete indische Subkontinent 1947 unabhängig wurde, spaltete er sich auf in drei unabhängige Staaten Indien, Pakistan, Bangladesch (1971 ), die beiden letzteren mit muslimischer Bevölkerungsmehrheit. Dieses, und hierauf kommt es auch bei der Beantwortung unserer Frage entscheidend an, erklärt sich aus dem unterschiedlichen Einfluss der Religionen auf die jeweilige Lebensweise der in ihrem Wirkungsbereich lebenden Menschen.

 

Die christliche Heilslehre enthält moralische Richtlinien, durch deren freiwillige  Befolgung der Mensch zum Ewigen Leben gelangt. Bibel, Matthäusevangelium, Kapitel 18 Vers 18  (Mt 18,18): „Wahrlich, ich sage euch: Was ihr auf Erden binden werdet, soll auch im Himmel gebunden sein". Das Christentum verlangt, oft in krassem Gegensatz zur Lehre des Alten Testaments, einen uneingeschränkten Pazifismus um jeden Preis. Bezeichnend hierfür zwei Zitate aus der „Bergpredigt": Mt 5,39: „Wenn dich einer auf die linke Backe schlägt, dann halte ihm auch die andere hin"; oder Mt 5,44: „Liebet eure Feinde und betet für die, die euch hassen". Starker Tobak selbst für Papst Franziskus. Nach seiner Meinung über Charlie Hebdo befragt, meinte das Oberhaupt der Katholiken, es gebe eine Grenze. Jede Religion habe ihre Würde. Es sei wahr, dass man nicht gewalttätig werden solle. Aber wenn Doktor Gasbarri, ein guter Freund, ein Schimpfwort gegen seine Mama sage, dann bekäme er eins mit der Faust.
Im scheinbaren Widerspruch hierzu stehen das Unrecht, die Verbrechen und die Gräuel, die dem Christentum im Laufe seiner Geschichte angelastet werden, so etwa die gewaltsame Missionierung von Völkern im Zuge der Kolonialisierung, die Verfolgung von Ketzern und Andersgläubigen, vor allem Juden, im Mittelalter bis in die Neuzeit. Hierzu bietet die Bibel keinerlei Grundlage. Die Verantwortung trifft ausschließlich Menschen, die die Lehre Christi im Namen der Kirche oder weltlicher Mächte für ihre Zwecke benutzt und missbraucht haben.

 

Völlig anders ausgestaltet ist dagegen der Koran, der, wie schon gesagt, als die späteste der vorderorientalischen Gottesoffenbarungen wesentliche Elemente der jüdischen und frühchristlichen Religion übernommen hat. Dies gilt insbesondere in Bezug auf moralische Werte wie Frieden, Versöhnung und Mildtätigkeit. Mohammed führte aber auch Kriege mit allen ihren grausamen Begleiterscheinungen. So enthält der Koran in zahlreichen Versen eine teils unkritische, teils rechtfertigende Betrachtungsweise von Hass und Verachtung Anderer sowie von brutaler Gewaltanwendung. Ein fundamentaler Unterschied zur Bibel der Christen besteht weiterhin darin, dass sich die Morallehre mit ihren Privilegien und Sanktionen nur auf die „Gläubigen" bezieht, die „Ungläubigen" dagegen ausgrenzt und abwertet. Und schließlich findet man im Koran nicht nur Gebote und Verbote, sondern zugleich Anweisungen, wie Verstöße zu ahnden sind, und zwar auf der Erde und nicht erst im Jenseits. Dort natürlich auch. (Charlie Hebdo: „Der Koran ist Scheiße. Das Ding hält keine Kugeln ab")
Diese markanten Wesenszüge des Islam werden von den „Gutmenschen", den Vorkämpfern für eine multikulturelle Gesellschaft, ja sogar von liberalen und linken christlichen Theologen oft verkannt, verschwiegen, unter den Tisch gefegt oder relativierend entschuldigt. So zum Beispiel in der Ausgabe der katholischen Wochenschrift „Tag des Herrn" vom 8.Februar 2015, wo der Kirchenhistoriker Angenend provokativ die Frage stellt: „Der Islam hat ein Gewaltproblem. Ist das Christentum so viel anders?"
Die sich aus dem Koran selbst ergebende unfehlbare Pflichtenlehre heißt „Scharia". Gott allein ist also der unmittelbare Gesetzgeber. Die Scharia umfasst das gesamte religiöse, politische, soziale, häusliche und individuelle Leben der Muslime und enthält die Gesamtheit der Gesetze und Pflichten, die in der islamischen Gesellschaft zu beachten und zu erfüllen sind. Sie ist kein geschriebenes Recht wie etwa bei uns das Strafgesetzbuch, das Bürgerliche Gesetzbuch, das Sozialgesetzbuch usw. Während das abendländische Rechtsprinzip grundsätzlich alles erlaubt, was nicht gesetzlich verboten ist (nulla poena sine lege), verbietet der Islam alles, was das Gesetz nicht erlaubt. Folglich ist im Geltungsbereich der Scharia  die Freiheit des Einzelnen weit mehr eingeschränkt als in unserem Lebensbereich.
Hier einige „Kostproben" aus dem Koran zum Thema „Gewalt", an Hand  derer der Leser selbst entscheiden mag, ob sich diese mit unserem gesellschaftlichen Leben vereinbaren lassen.
Sure 2 Vers 191 befasst sich mit ungläubigen Religionsfeinden: „Und tötet sie, wo immer ihr sie trefft, und vertreibt sie, von wo sie euch vertrieben haben. Denn Verführen ist schlimmer als Töten. ... Wenn sie gegen euch kämpfen, dann tötet sie. So ist die Vergeltung für die Ungläubigen."
Sure 8,12 bestimmt, wie mit ihnen zu verfahren ist: „Trefft sie oberhalb ihrer Nacken , und schlagt ihnen alle Fingerspitzen ab!"
Sure 8,17 erklärt das Töten als den Willen Allahs: „Und nicht ihr habt sie getötet, sondern Gott . Und nicht du hast den Wurf ausgeführt, sondern Gott".
Sure 5,57 warnt vor dem Umgang mit Juden, Christen und anderen „Ungläubigen": „O die ihr glaubt, nehmt euch nicht zu Freunden - unter jenen, denen vor euch die Schrift gegeben ward (d.h. Juden und Christen) und den Ungläubigen - , die mit eurem Glauben Spott und Scherz treiben. Und fürchtet Allah, wenn ihr gläubig seid".
Sure 8,55 definiert das Verhältnis von Gläubigen zu Ungläubigen: Als die schlimmsten Tiere(!) gelten bei Allah diejenigen, die ungläubig sind und auch nicht glauben werden.
Sure 5, 60 nennt die Juden als die Schlimmsten der Schlimmen: „Soll ich euch sagen, wer sich die schlimmste Strafe Gottes zuzieht? Das sind die Menschen aus euren Reihen, die Gott verflucht hat und auf die Er zornig ist, deren Herzen er so verschloss, dass sie Affen und Schweinen ähneln und dem Teufel dienen. Diese sind auf der tiefsten Stufe, sie sind doch am weitesten vom geraden Weg abgeirrt".

 

In diesen Tagen erinnerten die Medien an einen „Ehrenmord", den Fall der jungen Türkin Hatun Sürücü. Sie wurde vor 10 Jahren vor ihrem eigenen Bruder getötet, weil sie nach seiner und seiner Familie islamisch geprägten Auffassung von Moral ein unsittliches, wenn auch im Sinne unseres heutigen Verständnisses nicht ungewöhnliches Leben als „alleinerziehende Mutter" mit wechselnden Männerbekanntschaften führte. Jetzt erfahren wir, dass der Täter in seine Heimat abgeschoben wurde, weil er auch nach Verbüßung der Strafe sein Unrecht nicht einsah.
Als Richter in Köln, einer Stadt mit einem hohen Anteil türkischer Muslime, musste ich mich schon in den siebziger und achtziger Jahren  häufig mit dem Aufeinanderprallen der Kulturen in allen Lebensbereichen befassen. Einige typische Fälle, darunter auch ein „Ehrenmord", finden sich in meinem Buch „Leben mit dem Geist der Zeit". Meistens ging es dabei nicht um Auseinandersetzungen zwischen Deutschen und Türken, sondern, wie bei den „Ehrenmorden", um Angelegenheiten, die die Türken nach muslimischen Regeln untereinander ausmachten, wobei sie dann gegen deutsche Gesetze verstießen. Heute, 45 Jahre zurückblickend, frage ich mich, was sich geändert hat: Nichts. Die gleiche resignierende Feststellung, verbunden mit einer pessimistischen Zukunftsprognose,  treffen wirkliche Sachkenner wie Scholl-Latour, die Jugendrichterin Heisig, Sarrazin und zuletzt Heinz Buschkowski in seiner realistischen Einschätzung: „Parallelgesellschaften haben bei uns längst einen derartigen Ausbaugrad und eine Verbindlichkeit erreicht, dass ich sie für irreversibel (d.h. nicht mehr rückgängig zu machen) halte."
Nicht nur in Bezug auf Gewaltanwendung, sondern in vielen Bereichen des täglichen Lebens weichen Vorschriften und Gewohnheiten so stark voneinander ab, dass ein Zusammenleben der Kulturen nicht in einem Miteinander, sondern bestenfalls in einem Nebeneinander möglich sein kann, eben in Parallelgesellschaften. Dabei mag dahinstehen, welche Lebensweise ethisch höher steht..

 

Das beginnt, für jedermann sichtbar, bei der Stellung von Männern und Frauen innerhalb des Familienverbandes und in der Öffentlichkeit. Auf Sure 33,59 beruht die  Kleidungsvorschrift für weibliche Muslime: „Sage, o Prophet, deinen Frauen und Töchtern und den Frauen der Gläubigen, dass sie ihr Übergewand (über ihr Antlitz) ziehen sollen, wenn sie ausgehen, damit man sie als ehrbare Frauen erkenne und sie nicht belästige". Die Kleidung soll die Musliminnen nach außen hin erkennbar machen. In der Praxis wird die Kleiderordnung  unterschiedlich gehandhabt und führt keineswegs immer zur Verunstaltung. In gehobenen Schichten bewirkt die Mode gerade durch die Verhüllung einen ästhetischen Reiz, der nicht auf plumper Sexualität beruht. Die Kleidung einschließlich des umstrittenen Kopftuchs ist also tatsächlich eine Art religiöser Uniformierung. Darüber hinaus ist sie eine weitere Ausdrucksform  der die ganze islamische Lehre wie ein roter Faden durchziehenden Absicht, Gläubige und Ungläubige nach Möglichkeit auseinander zu halten.
Schon Jungen und Mädchen werden in der islamischen Welt geschlechtsspezifisch auf ihre spätere Rolle in der Gesellschaft erzogen, die Männer für ein Berufsleben, die Frauen für Kindererziehung und Haushalt. Entsprechend ist die Ausgestaltung ihrer persönlichen Rechte und Pflichten. Teilweise Ausnahmen bestätigen aber auch heute noch die Regel. Bei der Tochter wird  vor allem Wert gelegt auf die Wahrung ihres guten Rufs und die Beachtung von Gehorsam gegenüber den männliches Familienmitgliedern. Nach wie vor werden Heiraten vor Vollendung des 20. Lebensjahres von den Eltern der Eheleute arrangiert (so genannte „Zwangsehen"). Nach dem Koran (Sure 4 Vers 34) „haben die Männer Vollmacht und Verantwortung gegenüber den Frauen, weil Gott die einen vor den anderen bevorzugt hat. Die rechtschaffenen Frauen sind demütig und ergeben". Sind sie es einmal nicht, dann bekräftigt Sure 4 Vers 3 die Stellung des Mannes: „Und wenn ihr befürchtet, dass die Frauen sich auflehnen, dann vermahnt sie, meidet sie im Ehebett und schlagt sie! Wenn sie euch wieder gehorchen, dann unternehmt nichts gegen sie!" Ich erinnere mich an einen Fall, dass eine Ehefrau sich nicht geliebt und vernachlässigt fühlte, weil ihr Mann sie nach einem Fehlverhalten nicht schlug.
In Sure 4,3 beschränkt der Koran die gleichzeitige Zahl der Ehefrauen eines Mannes auf vier. Nur in der Türkei und in Tunesien ist Polygamie - auf Grund einer unterschiedlichen Auslegung des Korans - verboten. In der Praxis ist sie selten geworden, da zu teuer. Zur Verteidigung der Polygamie bezeichnen muslimische Theologen, wohl nicht ganz zu Unrecht, es als eine Heuchelei der westlichen Gesellschaft, die Polygamie anzuprangern, zugleich aber Ehebruch und außereheliche Verhältnisse als alltägliche Erscheinungen zu bagatellisieren.
Es würde bei weitem den Rahmen der Kolumne sprengen, auf alle gravierenden Unterschiede im Alltagsleben einzugehen. Das gilt insbesondere für die Bereiche, in denen sich unsere westliche „Zivilisation" während der beiden letzten Generationen zunehmend von einer naturgegebenen Bestimmung der Menschen entfernt und Abartigkeiten gesellschaftsfähig gemacht hat, wie etwa die Neutralisierung der Geschlechter mit ihrer Gipfelung in der Homo-Ehe, Kommerzialisierung und Vergötzung der Sexualität, Pervertierung der Familie zu einem Flickenwerk (Patchwork) und, womit wir wieder zum Anfang der Kolumne zurückkehren, der Aufgabe jeglichen Achtungs- und Anstandsgefühls gegenüber Dingen, die Anderen heilig sind.
Es ist ebenso falsch wie vermessen, eine über tausendjährige Kultur mit den fragwürdigen Maßstäben unserer Zeit zu bewerten. Manches von dem, was als typisch für den Islam nur unvollkommen zitiert und beschrieben werden konnte, erinnert an Denkweisen und Verhältnisse, die zur Zeit unserer Großvätergeneration und auch in meiner eigenen Jugendzeit nicht in Frage gestellt wurden:
_ Neues Testament, Paulus 1. Korintherbrief (14,34): „Lasset die Weiber schweigen in der Gemeinde; denn es soll ihnen nicht zugelassen werden, dass sie reden, sondern sie sollen untertan sein, wie auch das Gesetz sagt".
_ Neues Testament, Paulus Brief an die Epheser (5,22-24): Die Weiber seien untertan ihrem Mann als dem Herrn; denn der Mann ist des Weibes Haupt, gleich wie auch Christus das Haupt ist der Gemeinde, und er ist seines Leibes Heiland. Aber wie nun die Gemeinde ist Christo untertan, also auch die Weiber den Männern in allen Dingen".
_ § 175 des Strafgesetzbuchs alter Fassung: „Die widernatürliche Unzucht, welche zwischen Personen männlichen Geschlechts oder von Menschen mit Tieren begangen wird, ist mit Gefängnis zu bestrafen; auch kann auf Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte erkannt werden".Die Höchststrafe lag bei fünf Jahren. Die islamische Theologie lehnt Homosexualität als gesellschaftszersetzend und widernatürlich ab. Sie ist eine schwere Sünde. Der Koran benennt kein Strafmaß. Einige Rechtsgelehrte sind für die Todesstrafe bei Verheirateten, 100 Peitschenhiebe für Ledige.
_ § 172 des Strafgesetzbuchs alter Fassung: „Der Ehebruch wird, wenn wegen desselben die Ehe geschieden ist, an dem schuldigen Ehegatten sowie dessen Mitschuldigen mit Gefängnis bis zu sechs Monaten bestraft. Die Verfolgung tritt nur auf Antrag ein." Der Koran sieht bei Ehebruch für Mann und Frau je 100 Peitschenhiebe vor. In der Scharia hat sich jedoch nicht die Prügelstrafe durchgesetzt, sondern die Todesstrafe für den verheirateten, Peitschenhiebe für den nicht verheirateten Täter.
Nun wird auf der ganzen Welt nichts so heiß gegessen, wie man es kocht. In dieser Lebensweisheit mag, wenn auch in ferner Zukunft , eine Lösung des Kulturenkoflikts liegen, dass nämlich beide sich auflösen. Der Islam könnte die gleiche Entwicklung nehmen wie bis heute das Christentum.  Bei uns hat die christliche Religion, haben vor allem die Kirchen ihren über Jahrhunderte dominanten  Einfluss auf die Gesellschaft weitgehend eingebüßt. Für die konturenlos gewordene protestantische Kirche gilt das uneingeschränkt. Die katholische Kirche versucht seit dem 2. Vatikanischen Konzil 1962 verkrampft und verzweifelt, sich zu „modernisieren", dem Geist der Zeit Rechnung zu tragen, indem sie vermeintlichen Ballast abwirft. Dabei ergeht es ihr wie der Rechtschreibreform, am Schluss weiß niemand mehr, was nun richtig ist. Wie eine Fußfessel wirkt sich ihre eigene Dogmatik aus. Es sind Glaubenssätze, die unter Berufung auf göttliche Offenbarung unabänderlich für alle Zeiten gelten. So wurde auf dem 1. Vatikanum 1870 das Dogma der Unfehlbarkeit des Papstes bei Entscheidungen in der Glaubens- und Sittenlehre verkündet. Davon machte allein Papst Pius XII. im Jahre 1950 Gebrauch, als er die leibliche Aufnahme der Gottesmutter Maria in den Himmel verkündete.

 

Heute kennt kaum noch ein Katholik die fundamentalen Lehren seiner Religion und seiner Kirche. Vergebens warten die Priester in ihren Beichtstühlen auf reuige Sünder. „Mischehen" mit Andersgläubigen oder gar Ungläubigen werden widerstandslos eingesegnet. Das Altarsakrament ist zur gedankenlosen Routinehandlung abgestumpft in frei gestalteten Messen, die manchmal kaum noch als solche zu erkennen sind.  Der beste Verbündete der Kirche, der früher allgegenwärtigen Teufel, ist aus der Liturgie verschwunden. Die von „Tischmüttern" auf die 1. Heilige Kommunion vorbereiteten Kinder würden darüber lachen. Wer beachtet noch die Fastengebote, kennt sie überhaupt? Wie viele Katholiken lassen sich von der Haltung ihrer Kirche zu Verhütungsmitteln beeinflussen? Inzwischen feiert auch der katholische Priester seine Gottesdienste vor immer leereren Bänken, dient häufig nur zur Dekoration bei Taufen, Hochzeiten, Beerdigungen, Weihen und ähnlichen Anlässen. Ich erinnere mich noch gut an eines der am meisten gesungenen Lieder, besonders bei der Erstkommunion, das eine Art von Gelübde enthält: „Fest soll mein Taufbund immer stehen/ich will die Kirche hören./Sie soll mich allzeit gläubig sehen/und folgsam ihren Lehren./Dank sei dem Herrn, der mich aus Gnad´/in seine Kirch´(natürlich die katholische) berufen hat./Nie will ich von ihr weichen." Man hört es nicht mehr. Es wäre fast immer ein Meineid. Der einst starre und unbeugsame Katholizismus weicht auf. Was nicht in die Zeit passt, wird nicht mehr erwähnt, unter den Tisch gekehrt, gerät in Vergessenheit. Die Restkatholiken streiten untereinander über interne Probleme. Die sich unterdrückt fühlenden Frauen drängen aus dem Schatten der Männer  zu einem Platz an der Sonne, der Zölibat, die  Ehelosigkeit der Priester, wird in Frage gestellt. In der Öffentlichkeit tritt die Kirche nicht mehr als Glaubensverkünderin, sondern als soziale Einrichtung auf. Ihre „Toleranz" errreicht bisweilen den Grad der Selbstverleugnung, obwohl es in ihrer Fassung des Glaubensbekenntnisses doch heißt. „ Ich glaube an die heilige  k a t h o l i s c h e  Kirche...". Gelegentlich werden tatsächliche oder vermeintliche Skandale ans Tageslicht gezerrt, auf die sich die Medien mit besonderem Eifer, geheuchelter Empörung und Häme stürzen. Die katholische Kirche, die über Jahrhunderte das politische und gesellschaftliche Leben des Abendlandes maßgeblich beeinflusst hat, geht ihrem von Demokratie geprägten Ende entgegen.

Womöglich steht auch dem in seiner Rigidität, das heißt seiner unnachgiebigen Strenge, sehr ähnlichen Islam die gleiche Entwicklung bevor. Auch hier hat an manchen Stellen eine Anpassung und Aufweichung eingesetzt. Die Entwicklung befindet aber noch in ihrem Anfangsstadium und wird bis zur „Modernisierung" des Islams im Sinne einer Trennung zwischen Staat, Gesellschaft und Recht einerseits sowie Religion andererseits noch mehrere Generationen benötigen, vorausgesetzt, eine solche Trennung ist überhaupt möglich. Dagegen spricht nicht nur der zur Theokratie (Gottesherrschaft) zwingende Wortlaut des Koran, sondern vor allem das ungebremste massenweise Einströmen weiterer strenggläubiger Muslime aus nach westlicher Auffassung rückständigen muslimischen Ländern, die infolge der amerikanischen Interventionen im Vorderen Orient nach Verlassen ihrer Heimat die in europäischen Staaten bereits vorhandenen Ghettos laufend verstärken. Laut Statistik leben in Deutschland zur Zeit vier Millionen mehr oder weniger gläubige Moslems. Das heißt, jeder zwanzigste „Deutsche" ist einer von ihnen.

In diesem Zusammenhang drängt sich ein historischer Vergleich auf mit der Vertreibung der Juden aus Judäa, heute ein Teil von Israel, nach der Vernichtung ihres Staates durch die Römer im Jahre 70 n.Chr. Gleich dem Islam verbindet auch die jüdische Religion den Gottesglauben mit einer  strengen Form der  Lebensführung, einer eigenen Kultur mit Riten und spezifischen Geboten und Verboten, die denen des Islam sehr nahe kommen. Das gilt, um nur einige Beispiele zu nennen, für das Verbot des Verzehrs „unreiner" Tiere, die Einhaltung von Fastengeboten, Beschneidung, tägliche Gebete, und vieles mehr. Vor allem aber gleichen sich die Vorschriften über das Fernhalten von Außenstehenden, die nicht Angehörige des Volkes sind, wobei für die Juden noch strengere Regeln gelten als für die Moslems. Die Geschichte lehrt, dass ein Volk so lange besteht, wie es sein nationales und kulturelles Selbstverständnis bewahrt. Nur auf die strikte Einhaltung dieser Regel ist es zurückzuführen, dass die Juden nach ihrer Vertreibung und Verteilung über die ganze Welt in den 2000 Jahren der Diaspora trotz ständiger Diffamierung und Verfolgung nicht nur ihre Identität wahrten, sondern sogar in der Lage waren, einen neuen rein jüdischen Staat mit Weltgeltung zu gründen. Wird sich der Islam als ähnlich starke Kraft erweisen?
Besonders nach dem Attentat in Paris bemühen sich der Zentralrat der Muslime in Deutschland und zahlreiche einzelne Imane verzweifelt, ihre Religion als nur eine von vielen in Europa gesellschaftsfähig zu machen und als verfassungskonform darzustellen. Dabei riskieren sie, wie einige Beispiele zeigen, von ihren Gläubigen isoliert und angefeindet, sogar als Verräter am Glauben umgebracht zu werden, so wie es der Koran gebietet. Im Übrigen verlangt Sure 8,39 unmissverständlich nicht Anpassung, sondern kämpferische Missionierung aller Ungläubigen: „Kämpft gegen die Ungläubigen, bis es keine Verfolgung mehr gibt und der Glaube an Gott allein vorherrscht."

 

Merkel versucht mit der ihr eigenen Teflon- Schlitzohrigkeit, ebenso wie Hollande in seinem eigenen Land, den Schwarzen Peter den Muslimen zuzuschieben. So hat sie die in Deutschland lebenden Muslime aufgefordert, Position zu beziehen und „das Verhältnis des Extremismus zum Islam zu klären".  Was Merkel da vom islamischen Klerus verlangt, ist sinnloser Aktionismus, beruhend auf einer Mischung von dümmlicher Arroganz, Unwissen, Naivität und letzten Endes Hilflosigkeit. Natürlich distanzieren sich die muslimischen Verbände vehement  von jeglichem Terrorismus, was bleibt ihnen denn sonst übrig? Sie richten Aufrufe an ihre Glaubensbrüder, sich nicht provozieren zu lassen, weil sie, so der bekannte Salafisten-Prediger Pierre Vogel in Paris, sonst „ins offene Messer liefen". Meinen sie es überhaupt ehrlich? Bei Zwang oder Gefahr darf der Moslem sogar seinen eigenen Glauben verheimlichen. Sure 3,28: Die Gläubigen sollen sich nicht die Ungläubigen anstatt der Gläubigen zu Freunden nehmen. Wer das tut, hat keine Gemeinschaft (mehr) mit Gott. Anders ist es, wenn ihr euch vor ihnen (d.h. den Ungläubigen) wirklich fürchtet."

Merkel, Wulff & Co. sollten ihr Bekenntnis zum Islam als Bestandteil Neudeutschlands überdenken. Doch unsere geschichtlich völlig unbedarfte Kanzlerin wird den Koran genau so wenig lesen wie das Buch von Sarrazin, das sie trotzdem als „diffamierend" und „wenig hilfreich" abqualifizierte. An die beiden Protagonisten der Integration Deutschlands in den Islam richten sich die letzten Worte Jesu (Lk 23,24): „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun".

 

 

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